Klima

Trotz verschärfter Klimaziele und der Verpflichtung zur Klimaneutralität bis 2040 kommt Hamburg beim Klimaschutz noch nicht genug voran. Besonders im Verkehrssektor bleiben die Emissionen hoch und notwendige Strukturveränderungen werden zu zögerlich umgesetzt. Wenn Hamburg seine gesetzlichen Vorgaben einhalten will, muss die Stadt entschlossener handeln: mit klaren Prioritäten für Klimaschutz, einem deutlichen Ausbau von Förderprogrammen, verbindlichen Standards und wirksamen ordnungspolitischen Maßnahmen in allen Sektoren.

Wir fordern

  • ein konsequentes Ende der fossilen Energiegewinnung
  • Klimaneutralität verbindlich bis 2040
  • eine verlässliche Finanzierung des Klimaschutzes
  • Hamburg nicht zum Umschlagplatz für fossilen Abfall zu machen, keine CO₂-Deponien unter der Nordsee zuzulassen und Meeresschutzgebiete wie das Wattenmeer konsequent vor CCS-Infrastruktur zu schützen.
  • konsequente Klimaanpassung durch den Umbau Hamburgs zur Schwammstadt

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Unser Fokus

Zukunftsentscheid: Entscheidung für mehr Klimaschutz

Beim „Hamburger Zukunftsentscheid“ am 12. Oktober 2025 haben die Bürgerinnen und Bürger von Hamburg mit 53,2 % der Stimmen für eine Verschärfung des Klimaschutzgesetzes gestimmt. Damit wurde die erforderliche Mehrheit erreicht.

Das neue Gesetz schreibt vor:

  • Klimaneutralität bis spätestens 2040 statt bisher 2045.
  • Verbindliche jährliche CO₂-Obergrenzen mit klaren Reduktionspfaden und regelmäßigen Schätz- bzw. Emissionsbilanzen.
  • Soziale Verträglichkeit aller Maßnahmen, damit notwendiger Klimaschutz bezahlbar und gerecht bleibt.

Senat und Bürgerschaft müssen nun daran arbeiten, den Hamburger Klimaplan an diese neuen Vorgaben anzupassen, die Emissionsbudgets auf Sektoren zu verteilen und ein verbindliches Monitoring- und Steuerungssystem aufzubauen. Dafür sind aus unserer Sicht vor allem verlässliche Investitionen und eine langfristige Finanzierung relevant, um die Klimaziele tatsächlich zu erreichen.

 

CCS in Hamburg: Klimaschutz oder fossile Sackgasse?

Die Diskussion um CO₂-Abscheidung und -Speicherung, kurz CCS, gewinnt auch in Hamburg an Bedeutung. Industrie und Teile der Politik sehen darin ein Instrument, um schwer vermeidbare Emissionen zu kompensieren. 

Wir warnen dringend davor, CCS als zentrale Klimaschutzstrategie zu etablieren: CCS birgt erhebliche Risiken und Fehlanreize. Die Technologie ist teuer, energieintensiv und langfristig unsicher. Zudem besteht die Gefahr, dass durch den Aufbau einer CO₂-Infrastruktur neue fossile Abhängigkeiten entstehen und notwendige Emissionsminderungen verzögert werden.

Wir fordern daher:

  • Emissionen an der Quelle zu vermeiden statt sie nachträglich zu verpressen.
  • Keine staatliche Förderung für fossile Lock-in-Strukturen oder CO₂-Drehkreuze im Hafen.
  • Klare Priorität für Energieeinsparung, Effizienz und den schnellen Ausbau erneuerbarer Energien.
  • Transparente Beteiligung der Öffentlichkeit bei allen Planungen.

Klimaschutz gelingt nur, wenn Emissionen konsequent reduziert werden. CCS darf nicht zum Vorwand werden, notwendige strukturelle Veränderungen in Industrie, Energie und Verkehr aufzuschieben!

Kohleausstieg jetzt!

Kohle, Gas und andere fossile Energieträger dürfen keine Zukunft haben. Neue fossile Infrastruktur und Scheinlösungen wie CO₂ Speicherung bremsen echten Klimaschutz.

Einfach mitmachen, viel bewirken!

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