Flüssigerdgas für Deutschland, Albtraum am Golf von Mexiko

26. Juni 2024 | Energie, Energiewende

Die Infostelle Klimagerechtigkeit im Ökumenewerk der Nordkirche, der BUND Hamburg, der Zukunftsrat Hamburg und das Klimabündnis gegen LNG laden Sie herzlich ein zur Veranstaltung Flüssigerdgas für Deutschland, Albtraum am Golf von Mexiko.

Datum: Donnerstag, 04. Juli 2024 um 18:30 Uhr
Veranstaltungsort: Staats- und Universitäts-Bibliothek (Vortragsraum 1. Etage), Von-Melle-Park 3

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt und wird bei Bedarf simultan übersetzt.

Kontext:
Hamburg baut ein neues Gaskraftwerk, doch woher kommt das Gas für den Betrieb? Seit Kurzem bezieht Deutschland Flüssigerdgas (LNG) an Börsen und von internationalen Märkten und hier besonders aus dem Süden der USA. Das Gas wird hauptsächlich über die umwelt- und klimaschädliche Fracking-Technik gewonnen.

Deutschland bezieht LNG über eigene neue Terminals und über bestehende Anlagen in Belgien und den Niederlanden. Die Lieferungen stammen zu rund 80 % aus den USA, ein Teil davon inzwischen auf Basis langfristiger Verträge. Daneben laufen Vorgespräche Deutschlands und deutscher Handelsunternehmen für Lieferungen z.B. aus afrikanischen Ländern, in denen internationale Konzerne Erdgas fördern.

Ein vorausgegangener Dialog von deutschen Energieunternehmen und NGOs hat ergeben: LNG und Fracking-Gas weist erhebliche Menschenrechtsrisiken auf. Dennoch unterzeichnen deutsche Unternehmen einschließlich staatlicher Unternehmen Langzeitverträge mit US-Firmen. Deutsche Banken investieren in LNG-Anlagen in den USA. Die Folgen dieser Investitionen tragen einkommensschwache Gemeinschaften ohnehin diskriminierter Bevölkerungsgruppen in den Vereinigten Staaten.

Auf dem Podium sitzen Menschen aus den US LNG Exportgebieten mit direkter Verbindung nach Deutschland. John Beard und Elida Castillo, Aktivist:innen aus Port Arthur und Corpus Christi (Texas) berichten, welche Auswirkungen bestehende petrochemische Anlagen und LNG Infrastruktur in ihrer Nachbarschaft schon heute haben und wie ihre Gemeinschaften von Umweltrassismus betroffen sind. Mit den in Bau befindlichen neuen Terminals spitzt sich die Situation weiter zu. Begleitet werden Sie an diesem Abend von der deutschen Journalistin und Autorin Kathrin Hartmann, die die Region letztes Jahr selber besucht hat. Ihre Eindrücke schildert sie in ihrem neuen Buch „Öl ins Feuer: Wie eine verfehlte Klimapolitik die globale Krise vorantreibt“ .

Für Rückfragen:
Andy Gheorghiu, Campaigner & Consultant for climate/environmental protection, and energy policy, 0160 20 30 974

Für Interviewanfragen:
Lotta Repenning, Pressestelle BUND Hamburg, 040 600 387 12, presse@bund-hamburg.de

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