Wärmewende in Wedel

Die Wärmewende ist ein zentraler Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität 2040. Mit dem Ersatz des Kohlekraftwerks Wedel entscheidet sich, ob Hamburg seine Fernwärme konsequent auf erneuerbare und klimafreundliche Quellen umstellt.

 (Dirk Seifert)

Das Heizkraftwerk Wedel gehört seit den 1960er Jahren zu den wichtigsten Anlagen der Hamburger Fernwärmeversorgung. Über Jahrzehnte lieferte es Strom und Wärme aus Kohle für große Teile der Stadt. Die Anlage gilt jedoch seit langem als technisch überholt und steht wegen ihrer Emissionen immer wieder in der Kritik.

Wir haben deshalb früh darauf hingewiesen, dass die Zukunft der Fernwärme nicht in der Verlängerung der Kohlenutzung liegen kann. Der BUND Hamburg hat sich über viele Jahre dafür eingesetzt, das Kraftwerk durch eine klimafreundliche Wärmeversorgung zu ersetzen und den Ausbau erneuerbarer Wärmequellen, Abwärmenutzung und effizienter Technologien voranzubringen.

Ein wichtiger Wendepunkt war der Volksentscheid zur Rekommunalisierung der Energienetze im Jahr 2013, für den wir uns gemeinsam mit vielen anderen Akteuren engagiert haben. Erst mit der Rückführung der Netze in öffentliche Hand konnte die Stadt die Fernwärmeversorgung stärker am Klimaschutz ausrichten und den Ersatz des Kohlekraftwerks neu planen.

Heute befindet sich das Kraftwerk Wedel im Auslaufbetrieb. Schritt für Schritt soll die Kohle aus der Hamburger Fernwärme verschwinden und durch Abwärme, Großwärmepumpen und andere klimafreundliche Quellen ersetzt werden. Wedel steht damit exemplarisch für den schwierigen, aber notwendigen Umbau der Energieversorgung in Hamburg.

 

Hintergrund: Die Geschichte des Kraftwerks Wedel

1961: Das Heizkraftwerk Wedel geht in Betrieb und wird über Jahrzehnte zu einem zentralen Baustein der Hamburger Fernwärmeversorgung auf Kohlebasis.

1980er und 1990er Jahre: Umweltverbände, darunter der BUND Hamburg, kritisieren die Schadstoffemissionen des Kraftwerks und fordern strengere Umweltauflagen sowie langfristig den Ausstieg aus der Kohle.

2000er Jahre: Die Diskussion über einen Ersatz der veralteten Anlage beginnt. Der BUND setzt sich früh dafür ein, die Fernwärme künftig klimafreundlich und ohne neue Kohlekraftwerke zu organisieren.

2013: Beim Volksentscheid zur Rekommunalisierung der Energienetze engagiert sich der BUND Hamburg maßgeblich. Die Rückführung der Netze in öffentliche Hand schafft die Voraussetzung, die Fernwärme stärker am Klimaschutz auszurichten.

2017 bis 2019: Die Stadt entwickelt neue Versorgungskonzepte für den Ersatz des Kraftwerks. Der BUND setzt sich dafür ein, dass erneuerbare Wärme, Abwärmenutzung und Großwärmepumpen im neuen Fernwärmesystem eine zentrale Rolle spielen.

Heute: Das Kraftwerk Wedel befindet sich im Auslaufbetrieb. Ziel ist es, die Kohlewärme vollständig zu ersetzen und die Fernwärmeversorgung Schritt für Schritt auf erneuerbare und klimafreundliche Quellen umzustellen.

 

Moorburg, Wedel und Tiefstack stehen exemplarisch für den Wandel der Hamburger Energiepolitik: weg von der Kohle und hin zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung. Wir setzen uns dafür ein, dass dieser Umbau konsequent auf erneuerbare Energien, Abwärmenutzung und effiziente Technologien ausgerichtet wird.

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