Amphibien

Amphibien wie Frösche, Kröten und Molche brauchen Wasser und Land zugleich. Genau das macht sie besonders verletzlich. Weltweit kämpfen sie ums Überleben und die Lage ist ernst: In Hamburg stehen 16 der 17 vorkommenden Amphibienarten auf der Roten Liste. Aber wir schauen nicht nur zu, wir helfen. Und Du kannst mitmachen.

Der BUND fordert

  • Mehr Schutzräume wie Auen und Feuchtgebiete sichern
  • Laichgewässer und Kleingewässer erhalten und wiederherstellen
  • Schadstoffeinträge in Gewässer deutlich reduzieren
  • Dauerhafte Querungshilfen an Straßen
  • Amphibienfreundliche Straßenentwässerung und sichere Gullys

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Was Du für Frosch und Kröte tun kannst

Damit Erdkröte, Grasfrosch und viele mehr, nicht totgefahren werden, sondern unbeschadet zu ihren Lieblingsgewässern kommen, helfen wir ihnen an zwei Standorten in der Stadt über die Straße. Und Du kannst mitmachen! Die Tiere werden am Überqueren der Fahrstrecken gehindert und müssen in Eimern warten, bis wir sie über die Wege tragen. Dazu braucht es Menschen, die die Eimer verlässlich betreuen. Helfende Hände sind uns von Ende Februar bis Mitte April regelmäßig oder auch ab und zu zur Zeit der Dämmerung herzlich willkommen!  

 

Im Inselpark Wilhelmsburg: 
Im Inselpark gab es in den letzten Jahren immer wieder Meldungen von wandernden Erdkröten, die dort unter die Räder von Autos und Fahrrädern kamen. Damit das nicht so bleibt, haben wir in 2025 in Zusammenarbeit von Inselpark/Bezirk Mitte, Umweltbehörde und BUND zum ersten Mal einen Amphibienzaun aufgebaut und mit vereinten Kräften sage und schreibe 1003 Tieren das Leben gerettet! Damit sie es auch in diesem Jahr wieder unbeschadet schaffen, brauchen wir weitere tatkräftige Unterstützung. Bist Du dabei? Dann schreib eine E-Mail an inselkroeten(at)gmail.com oder ruf an unter 040 / 600 387 - 00.

 

In den Volksdorfer Teichwiesen:
In den Teichwiesen finden viele seltene Tierarten ein Zuhause. Doch im Frühjahr wird es für Erdkröten, Gras- und Moorfrösche sowie Molche gefährlich: Auf dem Weg zu ihren Laichgewässern müssen sie den vielbefahrenen Waldweg überqueren. Damit sie dort nicht überfahren werden, stellt die BUND Bezirksgruppe Wandsbek jedes Jahr einen Amphibienschutzzaun auf. Die Tiere werden in Eimern gesammelt, täglich kontrolliert und sicher auf die andere Straßenseite gebracht. Dank dieses großen ehrenamtlichen Einsatzes konnten 2025 rund 2.780 Amphibien sicher ans Ziel gelangen. Du möchtest mithelfen? Dann melde Dich gern über das Kontaktformular bei der BUND Bezirksgruppe Wandsbek.

 

 

So sieht Amphibienschutz aus

Amphibienschutz Wilhelmsburg

Amphibienschutz Volksdorf

Aktuelles

Amphibien sind akut bedroht

Amphibien haben es heute schwer, weil wir Menschen ihre Lebensräume immer weiter einschränken. Durch Bebauung, Straßenbau, Industrie und Landwirtschaft verschwinden Rückzugsorte und Laichgewässer oder werden durch Schadstoffe belastet. Zudem macht ihre geringe Mobilität sie besonders anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels. 

Gleichzeitig zerschneiden Siedlungen und Straßen die Landschaft und machen die Wanderung im Frühjahr lebensgefährlich. Jedes Jahr sterben tausende Frösche und Kröten auf Straßen, weil sie zu ihren Laichgewässern unterwegs sind. 

Damit das nicht so bleibt, kannst Du ganz konkret helfen, Leben zu retten: zum Beispiel indem Du im Frühjahr bei unserem Amphibienschutz mitmachst!

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