Unsere heimischen Lurche

Welche Arten von Amphibien und welche Unterschiede gibt es? Was sind ihre bevorzugten Lebensräume? Hier erfahren Sie alles über unsere in Hamburg heimischen Arten.

Weltweit gibt es etwa 6.000 Amphibienarten. Diese werden in drei Ordnungen unterteilt:

  • die Schwanzlurche (Salamander, Molche),
  • die Froschlurche (z.B. Frösche, Kröten, Unken) und 
  • in die Schleichenlurche oder Blindwühlen (in den Tropen)

Nur die beiden letzten sind bei uns in Hamburg mit 17 Arten heimisch. Man müsste also nicht viel lernen, um sich in dieser Tiergruppe gut auszukennen.

Schwanzlurche (Urodelen)

Bergmolch

Die Schwanzlurche besitzen einen langgestreckten Körper, einen Schwanz, kurze Beine und bewegen sich schlängelnd fort. Zu ihnen gehören die Familie der Salamander, die überwiegend Landbewohner sind und die Familie der Wassermolche, die – wie der Name schon sagt – sich eher im Wasser aufhalten. Zur besseren Fortbewegung im Wasser haben die Tiere einen, zur Laichzeit gebildeten Kamm oder Saum und Schwimmhäute.

Im Unterschied zu den Froschlurchen haben die meisten Schwanzlurcharten freie Rippen. Ihre Schulter- und Beckengürtel sind überwiegend knorpelig und weniger fest mit der Wirbelsäule verbunden. Die Tiere besitzen kein Trommelfell und kein Mittelohr. Bei Salamandern und Molchen findet eine innere Befruchtung statt.

Schwanzlurch-Arten in Hamburg

In Hamburg sind 5 Schwanzlurch-Arten heimisch.

Bergmolch

Der mittelgroße Molch ist tief dunkelblau bis schwärzlich mit einer samtartigen, glänzenden Haut. Seine Unterseite leuchtet orangerot und ist ungefleckt.

Kammmolch

Zu erkennen an der dunkelbraunen Ober- und der gelblich bis orangefarbenen Unterseite, an der sich große, dunkle Flecken befinden.

Teichmolch

Der bräunlich gefärbte Teichmolch ist die in Deutschland häufigste Molchart und fast überall verbreitet.

Feuersalamander

Der Feuersalamander ist unverwechselbar mit seinen gelben Flecken, Bänder oder Streifen, auf schwarz glänzender Haut.

Fadenmolch

Fadenmolche sind gelblich-braun gefärbt, an den Kopfseiten verläuft je ein dunkler Streifen. Die Kehle ist im Gegensatz zum Teichmolch meist ungefleckt.

Froschlurche (Anura)

Grasfrosch (Foto: Katharina Henne)

Bei uns in Deutschland gibt es 14 verschiedene Froschlurcharten, 12 davon sind auch in Hamburg zu finden. Froschlurche besitzen lediglich während ihrer Larvenzeit im Wasser einen Schwanz. Mit ihrer Entwicklung zum Landtier wird dieser zurückgebildet. Mit ihren deutlich längeren Hinterbeinen als Vorderbeinen bewegen sie sich meist hüpfend voran.

Im Vergleich zu den Schwanzlurchen besitzen Froschlurche einen verknöcherten Schultergürtel mit einem Schlüsselbein. Charakteristisch ist auch ihr Stimmorgan, das bei einigen Arten durch Schallblasen verstärkt wird. Bei Froschlurchen findet die Besamung der Eier äußerlich statt.

Froschlurch-Arten in Hamburg

In Hamburg sind 12 Froschlurch-Arten heimisch.

Erdkröte

Die relative kräftig gebauten Kröten haben auffällige hervortretende Drüsen, die Hautgifte zur Abwehr von Fressfeinden enthalten. Die Iris ist kupfern bis rotgold gefärbt.

Grasfrosch

Groß und plump wirken die Grasfrösche von ihrer Erscheinung her. Sie erreichen eine Körperlänge von bis zu 11 Zentimetern.

Kleiner Wasserfrosch

Der Kleine Wasserfrosch hat eine hell- oder grasgrüne, bei manchen Tieren eine blaugrüne oder braune Oberseite. Meist ist ein hellgrüner Rückenstreifen ausgeprägt.

Knoblauchkröte

Die Knoblauchkröte ist von gedrungener, krötenähnlicher Gestalt, ihre Haut hingegen froschähnlich und glatt.

Kreuzkröte

Ihre Oberseite ist meist gräulich, bräunlich oder gelblich, mit verwaschenen Flecken. Über die Rückenmitte zieht sich ein dünner, gelber Streifen, woher die Bezeichnung Kreuzkröte stammt

Laubfrosch

Die kleinen Frösche erreichen nur eine Körpergröße von vier bis fünf cm. Die Oberseite der Tiere ist meist grasgrün.

Moorfrosch

Die zierlich gebauten Moorfrösche erreichen Körpergrößen von 5-6, seltener 8 cm. Ihre Oberseite ist bräunlich bis rötlich, ohne oder mit dunklen Flecken.

Rotbauchunke

Zu erkennen am auffälligen orange-rotem Fleckenmuster auf der dunkelgrau/schwarz gefärbten Unterseite.

Seefrosch

Die Oberseite des Seefroschs ist olivgrün, graubraun oder braun mit großen braunen, unregelmäßigen und verwaschen, begrenzten Flecken.

Springfrosch

Springfrösche haben eine rötlich-braune, gelb-braune, grau-braune oder sandfarbene Oberseite. Im Vergleich zu Gras- und Moorfrosch sind sie relativ einheitlich und blass gefärbt.

Teichfrosch

Der Teichfrosch ist ein Hybrid aus dem Kleinem Wasserfrosch und dem Seefrosch. Aus diesem Grund zeigt er Merkmale beider Arten, bzw. eine Mischung aus ihnen, auf.

Wechselkröte

Leicht zu verwechseln mit der Kreuzkröte. Bei Wechselkröten sind die Flecken auf der Oberseite stärker abgegrenzten sie haben keinen helle Rückenstreifen.

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