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BUND-Landesverband Hamburg

Lärm macht krank!

Lärm hat viele Facetten. Wird er zur Dauerbelastung wie etwa beim Straßen- oder Flugverkehr, stört er nicht nur das Wohlbefinden, sondern er macht auch krank. Mit der Umgebungslärmrichtlinie hat die Europäische Union (EU) einen gemeinsamen europäischen Ansatz zur Minderung der Lärmbelastung der Bevölkerung beschritten. Auch Hamburg muss jetzt seine Hausaufgaben machen!

Der BUND Hamburg fordert:

  • Eine deutliche Reduzierung des Verkehrslärms an Straßen, Schienen und in der Luft.
  • Ein gesetzlich verankertes Recht auf Lärmschutz
  • Ein konsequentes Nachtflugverbot am Hamburger Flughafen von 22–6 Uhr
  • Tempo-30 als Regelgeschwindigkeit in Hamburg.
  • Die konsequente Umsetzung aller Maßnahmen des Hamburger Lärmaktionsplans.

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Umgebungslärm-Richtlinie und Lärmaktionsplan

Lärm ist einer der zentralen Stressfaktoren in unseren Metropolen – nicht nur in Hamburg. Lärm macht krank und wir sollten alles tun, um den Lärm weiter einzuschränken.

Die Europäische Union hat deshalb bereits im Jahr 2002 die "Umgebungslärmrichtlinie" (Richtlinie 2002/49/EG)  auf den Weg gebracht, um schädliche Auswirkungen und Belästigungen durch Lärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu mindern. Gleichzeitig hat die EU die Mitgliedsstaaten verpflichtet, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.

Alle Städte müssen die Lärmquellen und die Zahl der davon betroffenen Bürger*innen in "strategischen Lärmkarten" darstellen und Aktionspläne zur Reduzierung der Belastung aufstellen.

In Hamburg ist die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) für die Lärmaktionsplanung zuständig. Diese enthält konkrete Lärmminderungsmaßnahmen und muss alle fünf Jahre fortgeschrieben werden. Da der letzte Lärmaktionsplan bereits aus dem Jahr 2013 stammt, ist die Stadt jetzt in der Pflicht, Rechenschaft abzulegen, die Planung zu erneuern und die Bevölkerung daran zu beteiligen.

Mitmachen und Stellung nehmen!

Voraussichtlich Mitte Mai will die Behörde für Umwelt und Energie ihren Entwurf für einen neuen Lärmaktionsplan vorstellen und öffentlich auslegen. Die Hamburgerinnen und Hamburger können dann innerhalb von vier Wochen Stellung nehmen und ihre Vorschläge einbringen.

Der BUND will alle Interessierten dabei unterstützen und wird eine Musterstellungnahme anbieten, die individuell angepasst und ergänzt werden kann.

Zur Vorbereitung dazu gibt es am Dienstag, 9. April 2019, um 18.30 Uhr eine Info- und Diskussionsveranstaltung mit Umweltsenator Jens Kerstan im Bürgertreff Altona (BIB), zu der wir herzlich einladen.

Den aktuellen Stand des Programms finden Sie hier.

 

 

 

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