Elbvertiefung

Jetzt ist es amtlich - die Elbvertiefung hat juristisch die letzte Hürde genommen. Nach 15 Jahren intensiver Verfahrensbegleitung und zwischenzeitlichen Klageerfolgen der Umweltverbände wird gebaggert. Der größte Eingriff seit Menschengedenken wird durchgezogen, obwohl ökologische aber auch klar ökonomische Gründe dagegen sprechen. Der Verlust wertvoller Lebensräume für Tiere und Pflanzen, schneller auflaufende Fluten und jedes Jahr noch mehr Fische, die in der sauerstoffarmen Elbe ersticken, sind die wahrscheinlichen Folgen. 

Der BUND fordert für die Tideelbe

  • einen konsequenten Schutz des Naturraums Unterelbe mit seinen Süßwasserwatten und den seltenen Tier- und Pflanzenarten! Den Schierlingswasserfenchel (Oenanthe conioides) gibt es sogar weltweit nur im Hamburger Raum;
  • wirksame Maßnahmen für mehr Flutraum, damit der Fluss wieder mehr Platz bekommt.
  • ein Sedimentmanagement ohne neue Schlickdeponien insbesondere im Bereich des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer;
  • einen neuen Hafenentwicklungsplan, der die Grenzen des Wachstums des Hamburger Hafens aufzeigt.
  • eine Kooperation des Hamburger Hafens mit den Bremischen Häfen und dem Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven, den die größten Schiffe der Welt ohne Einschränkung erreichen können!

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Am 9. Februar 2017 hat das Bundesverwaltungsgericht sein Urteil gesprochen. Die Elbvertiefung ist mit der aktuellen Planung rechtswidrig". Ob es der Stadt gelingt, den Naturschutz ausreichend zu berücksichtigen, wird sich zeigen.

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