Der BUND begrüßt die nun endlich wirksam hergestellte Vernässung einer Moorfläche in Neuland. Sie soll den Verlust von wertvollen Moorböden ausgleichen, die das Mercedes-Werk in Moorburg aus dem Jahr 2010 in Anspruch genommen hatte.
Die Ausgleichsmaßnahme wurde zwar bereits 2015 umgesetzt, doch die dafür installierte Pumpanlage war schon seit 2017 außer Betrieb. Trotz wiederholter Hinweise des BUND an den zuständigen Bezirk erfüllte die Maßnahme über viele Jahre ihre vorgesehene Funktion nicht. Erst jetzt wurde sie grundlegend überarbeitet: Mit einer neu eingezogenen Spundwand und einer leistungsfähigeren Pumpanlage bestehen nun endlich gute Voraussetzungen dafür, dass sich die Moorflächen dauerhaft wieder vernässen und ihre wichtige Funktion für Klima- und Naturschutz erfüllen können.
Dazu Gisela Bertram, Stellvertretende Vorsitzende des BUND Hamburg:
„Es ist sehr gut, dass diese Ausgleichsmaßnahme nun endlich ihre Funktion erfüllen kann. Dass die Vernässung nach mehr als zehn Jahren doch noch umgesetzt wurde, ist ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz und den Erhalt wertvoller Moorböden.
Der Fall zeigt aber auch eindrücklich, wie wichtig verlässliche Kontrollen und eine dauerhafte Unterhaltung von Ausgleichsmaßnahmen sind. Über viele Jahre konnte der trockengefallene Torfboden ungebremst klimaschädliche Treibhausgase freisetzen, obwohl die Maßnahme längst hätte wirken müssen. Ausgleichsmaßnahmen dürfen kein Papierversprechen bleiben – sie müssen dauerhaft funktionieren und regelmäßig überprüft werden, sonst verfehlen sie ihren Zweck.
Die jetzt umgesetzte Vernässung zeigt zugleich, welches große Potenzial in der Wiedervernässung von Mooren für den Klimaschutz steckt. Intakte Moore speichern CO₂, trockengelegte und degradierte Moorböden setzen es dagegen kontinuierlich frei. Hamburg sollte diese Erfahrungen nutzen und weitere geeignete Moorflächen, etwa im Moorburger Raum, konsequent für den Klimaschutz wiedervernässen, anstatt für Projekte wie die A26 Ost weitere Torfböden zu zerstören.“
Hintergrund
Die Vernässung in Neuland ist eine Ausgleichsmaßnahme für den Verlust von Moorböden im Zuge des Bebauungsplans Heimfeld 48 (Mercedes-Werk Moorburg). Weil die Pumpanlage bereits seit 2017 außer Betrieb war, blieb die Maßnahme über viele Jahre weitgehend wirkungslos. Erst die jetzt erfolgte technische Überarbeitung schafft die Voraussetzungen dafür, dass sie ihre Funktion künftig erfüllen kann.
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