Alte, kranke oder bereits abgestorbene Bäume, abgebrochene Äste und das Wurzelwerk gefällter Bäume bilden zusammen den Lebensraum "Totholz". Alt- und Totholz bietet viele verschiedene Strukturen wie abstehende Rindentaschen, Baumhöhlen, Mulmhöhlen oder Pilzkonsolen. Dabei bilden sich im Laufe der Zeit verschiedene Zerfallsstadien, von festem und trockenem Material bis hin zu zerfallendem Holz, dem sogenannten Mulm. Jedes Zerfallstadium des Holzes bildet einen Lebensraum für ganz bestimmte, darauf angewiesene Tier- und Pflanzenarten.
Totholz zu erhalten, ist manchmal aus Sicherheitsgründen schwierig. Tote Äste und Bäume dürfen Menschen nicht gefährden. Wenn es notwendig ist, steht die Verkehrssicherheit über dem Erhalt der Totholzbäume.
Bäume im Garten und in Parks sollten – soweit möglich - ungestört wachsen, altern und sterben dürfen. Gefährdung von Menschen durch Umstürzen kranker oder toter Bäume oder durch herabfallende Äste kann zum Beispiel durch Einkürzen der Baumkronen vermieden werden.
Baumschnitt und Baumstubben sollten nicht entfernt oder geschreddert werden. In einer geschützten Gartenecke zum Haufen aufgeschichtet, bieten sie manchen Gartenbewohnern Unterkunft und Nahrung. Auch lassen sich daraus totholzreiche Hecken als Sichtschutz und Gestaltungselement herstellen.
Abgesägte Stämme, auch Teile davon, und dicke Äste können an sonnigen und schattigen Standorten angelehnt oder eingegraben und so das wichtige stehende Totholz ersetzen.