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BUND-Landesverband Hamburg

Zauberhafte Knospen

03. April 2020 | Kinder-Umweltgruppen

Knospe vom Spitzahorn - Acer platanoides (Foto: Nora Kolter)

Man muss schon genau hinschauen

Auch in der kalten Jahreszeit hängen am Baum und Strauch bereits Blätter und Blüten. Sie sind jedoch in Knospen verborgen und warten auf wärmere Tage. Die winzigen kunstvoll zusammengefalteten und –gerollten Blätter und Blüten werden von den Knospenschuppen umhüllt, um sie vor der winterlichen Kälte und Trockenheit zu schützen. Die Knospe wirkt also wie ein Schutzschild.

Streicht man leicht über die Knospenschuppen, bemerkt man, dass sie mal lederartig, mal behaart oder von klebrigen Harz umgeben sind. Und schaut man genauer hin, so sehen die Knospen jeder Baum- und Strauchart ganz unterschiedlich aus. Sie sind also ein Bestimmungsmerkmal genau wie Blätter. Besonders auffällige Knospen hat die Rosskastanie, sie sind groß, klebrig und dunkelrotbraun, ebenso fallen die schwärzlichen Knospen der Gemeinen Esche ins Auge.

Ein Baum hat verschiedene Knospen. Es gibt Knospen nur für die Laubanlagen - also Blätter - oder nur für die Blüten oder für beide zusammen. Blütenknospen und gemischte Knospen sind meist größer und dicker als die Laubknospen.

Jedes Jahr erneut beginnt mit dem Frühjahr ein wunderbares Schauspiel: mit dem Wachstumsbeginn strecken sich die Zellen. Die Knospenschuppen brechen auf und es entfalten sich der neue Triebabschnitt und die Blüten. Wie von Zauberhand sind mit einem Mal die Bäume wieder grün! Die jungen Blätter sind noch ganz weich. Erst mit der Zeit werden sie härter und in der Farbe dunkler.

Der Kellinghusenpark, in dem auch unser BUND-Kinder-Umwelthaus liegt, weist eine stattliche Anzahl verschiedener Baumarten auf. Der Park war ehemals Teilstück eines großen Gartens, in dem die Eigentümer verschiedene Baumarten „gesammelt“ hatten. Etliche dieser Gehölze haben eine stattliche Größe erreicht, u.a. gibt es einen imposanten Tulpenbaum zu bestaunen.

Knospen untersuchen

Knospe ist also nicht gleich Knospe. Nehmt Euch einmal die Zeit und schaut Euch die kleinen Wunderwerke eines Strauches oder Baumes in Ruhe an:

  • Wer findet die größte Knospe, wer die kleinste?
  • Können wir mit ein wenig Fantasie ein „Gesicht“ in den Knospen erkennen oder haben sie Ähnlichkeit mit etwas anderem?
  • Wie sieht die Knospe aus? Könnt Ihr sie beschreiben?
  • Stehen die Knospen alleine oder zu mehreren am Zweig?
  • Wie fühlen sich die Knospen an: klebrig oder besonders behaart?

Wenn Ihr ein gutes Fernglas habt, nehmt es auf Eure Entdeckungen mit. Bei hohen Bäumen hängen die Äste und damit auch die Knospen weit oben. Bei Sträuchern dagegen findet Ihr die Knospen auf Augenhöhe.

Fotostrecke

Haltet Eure Entdeckungen wie ein*e Forscher*in fest: fotografiert die Knospen eines Strauches oder Baumes in Eurer Nachbarschaft an möglichst jedem Tag. Damit die Knospen/Blätter auf den Fotos zu erkennen sind, haltet etwas Dunkles, z.B. einen dunklen Jackenärmel dahinter. Dann habt Ihr mit etwas Ausdauer die Entwicklung von der Knospe zum Blatt bildlich festgehalten! Die Fotos könntet Ihr an ein Band mit Wäscheklammern in Eurem Zimmer aufhängen.

Blätter naschen

Junge Blätter von Birke, Buche und Linde schmecken gut, probiert ein Blättchen, wenn es soweit ist. Dazu trennt bitte das Blatt vorsichtig vom Zweig und nehmt aus hygienischen Gründen nur Blätter, die mindestens 1,5 Meter vom Boden entfernt sind.

Knospen Memory

Lernt spielerisch die Knospen verschiedener Bäume kennen! Mit unserem Knospen Memory - das PDF 2x ausdrucken, die Karten zurecht schneiden und schon kann es los gehen!

Knospen Memory (PDF)

Weitere Tipps:

Für diejenigen, die es genauer wissen wollen, gibt es jede Menge Bestimmungsliteratur im Netz.

Weitere Informationen zum Kellinghusenpark für Euren Ausflug:

https://der-eppendorfer.de/EBV-historisch/Eppendorfer-Parks/Kellinghusenpark/

https://www.hamburg.de/parkanlagen/3067064/kellinghusens-park/

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