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BUND-Landesverband Hamburg

Neue Regelung zum Fluglärm entpuppt sich als Luftnummer

01. Oktober 2019

Im neuen Erbbaurechtsvertrag mit dem Hamburger Flughafen hätte der Senat eine Entlastung der lärmgeplagten Anwohner*innen festschreiben können. Stattdessen erlaubt er, dass der Lärm sogar noch mehr werden darf.

Der Hamburger Landesverband des BUND kritisiert, dass der heute vom Senat vorgestellte neue Erbbaurechtsvertrag mit der Flughafen GmbH keinerlei Verbesserungen für die vom Lärm gebeutelten Anwohnerinnen und Anwohner bringt. Die in dem neuen Vertrag enthaltenen Vorgaben für mehr Klima- und Lärmschutz legen zwar Strafzahlungen für den Fall fest, dass der sogenannte Lärmteppich des Flughafens über 15,39 km² steigt. Dieser Wert wurde in den letzten zehn Jahren aber nicht ein einziges Mal erreicht, obwohl der Lärm seit rund fünf Jahren wieder deutlich mehr geworden ist (siehe dazu: https://www.hamburg-airport.de/media/Jahresstatistik_2018.pdf, Seite 12). Die neue Regelung erlaubt also sogar eine Ausweitung der bereits heute für die Menschen unerträglichen Lärmbelastung.

„Die neue Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Flughafen bringt für eine Lärmentlastung gar nichts. Im Gegenteil, der Flughafen darf sogar noch lauter werden ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Das Ganze ist eine echte Luftnummer, die für die lärmgeplagten Menschen am Flughafen keine Verbesserung bringt“, so Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg.

Zum Thema Klimaschutz hat der Senat den Flughafen verpflichtet, den Bodenbetrieb bis 2021 klimaneutral zu gestalten. Aus Sicht des BUND ist dies zwar ein kleiner Baustein für mehr Klimaschutz in Hamburg, lenkt aber vom eigentlichen Problem des Flughafens und der Vielfliegerei ab. Der Bodenbetrieb verursacht lediglich etwa ein Prozent der vom Airport ausgehenden Klimabelastung. Diejenige aus den rund 170.000 Starts und Landungen liegt also rund hundert Mal höher. „Der Flughafen ist einer der größten Verursacher von CO2 in Hamburg, daran ändert auch die neue Vereinbarung nichts“, so Manfred Braasch.

Für Rückfragen: Paul Schmid, BUND-Pressesprecher, Tel. (040) 600 387 12

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