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BUND-Landesverband Hamburg

Verspätungen gehören zum Geschäftsmodell des Flughafens

08. März 2017 | Fluglaerm

Aus Sicht des BUND Hamburg zeigen die jüngsten Äußerungen des Hamburger Flughafenchefs Michael Eggenschwiler, dass er das Thema der nächtlichen Lärmbelastung nicht ansatzweise ernst nimmt.

Aus Sicht des BUND Hamburg zeigen die jüngsten Äußerungen des Hamburger Flughafenchefs Michael Eggenschwiler, dass er das Thema der nächtlichen Lärmbelastung nicht ansatzweise ernst nimmt. Vielmehr täusche er die Öffentlichkeit wissentlich mit der Aussage, dass es zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens keine Starts und Landungen gebe. 

„Die Betriebszeit des Hamburger Flughafens ist nach der offiziellen Betriebserlaubnis auf 6–23 Uhr beschränkt. Eggenschwiler gibt mit seinen Verlautbarungen zu, dass Flüge von 23–24 Uhr eine feste Größe in seinem Geschäftsmodell sind“, empört sich Manfred Braasch, Geschäftsführer des BUND Hamburg. 

Der BUND Hamburg geht auch davon aus, dass der angekündigte Gebührenaufschlag für Verspätungen nach 23 Uhr kaum eine Lenkungswirkung entfalten wird. Eine solche sollte bereits von der Gebührenordnung im Jahr 2015 ausgehen, die bereits erhöhte Gebühren für verspätete Starts und Landungen enthielt. Auch eine weitere Strafzahlung von 300 Euro pro Flieger würde kaum eine abschreckende Wirkung entfalten. 

Tatsächlich sind die zwar nach der derzeitigen Betriebserlaubnis gedeckten, aber für die Menschen in den betroffenen Gebieten ebenfalls extrem belastenden Flüge nach 22 Uhr zwischen den Jahren 2015 und 2016 von 6.830 auf 7.088 deutlich angestiegen. Der BUND Hamburg fordert daher ein konsequentes Nachtflugverbot an Werktagen von 22 Uhr bis 6 Uhr. Der Umweltverband hat dazu in der vergangenen Woche eine Volkspetition gestartet. 

„Ein Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr wäre ein fairer Ausgleich zwischen den Ansprüchen des innerstädtischen Flughafens und den vielen vom Fluglärm betroffenen Menschen in Hamburg und im Umland. Eine nicht näher bezifferte Bedrohung von Arbeitsplätzen gegen die Gesundheit der Menschen auszuspielen, ist unseriös“, so der BUND-Geschäftsführer an die Adresse von Flughafenchef Michael Eggenschwiler.

 

Für Rückfragen:
Paul Schmid, BUND-Pressesprecher, Tel. (040) 600 387 12

 

Unterschriftenlisten für die Volkspetition zum Download gibt es unter 

bund-hamburg.bund.net/nachtruhe-jetzt 

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