Am heutigen Earth Overshoot Day hat die Menschheit rechnerisch alle natürlichen Ressourcen verbraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann. Der BUND Hamburg fordert deshalb einen grundlegenden Kurswechsel: Statt eines Wirtschaftens auf Kosten kommender Generationen brauche es eine Politik, die die planetaren Grenzen respektiert und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen in den Mittelpunkt stellt.
Mit einer Aktion unter dem Motto „Zukunft statt Wachstumswahn“ macht der Arbeitskreis Suffizienz des BUND Hamburg auf dem Rathausmarkt auf die fortschreitende Übernutzung der natürlichen Ressourcen aufmerksam.
„Der Earth Overshoot Day macht deutlich, dass wir weit über unsere ökologischen Verhältnisse leben. Wenn wir auch künftigen Generationen eine lebenswerte Zukunft hinterlassen wollen, müssen wir unseren Ressourcenverbrauch deutlich senken und unsere Wirtschafts- und Lebensweise an den planetaren Grenzen ausrichten“, sagt Jens Niemann, Sprecher des Arbeitskreises Suffizienz des BUND Hamburg.
Der BUND fordert bundesweit einen konsequenten Ausstieg aus den fossilen Energien, den beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien sowie verbindliche Maßnahmen zum Ressourcenschutz. Gleichzeitig braucht es auch vor Ort politische Entscheidungen, die Klima- und Naturschutz ernst nehmen.
Aus Sicht des BUND Hamburg steht der geplante Bau der A26 Ost beispielhaft für eine überholte Verkehrspolitik. Weitere Flächenversiegelung und die Zerstörung wertvoller Moorflächen verschärften Klima- und Biodiversitätskrise, statt ihnen entgegenzuwirken. Zukunftsfähige Politik müsse den Erhalt natürlicher CO₂-Speicher, den Schutz der Artenvielfalt und eine ressourcenschonende Mobilität in den Mittelpunkt stellen.
„Der Earth Overshoot Day darf kein jährlicher Erinnerungstag an unser Scheitern bleiben. Wir brauchen den Mut, den Ressourcenverbrauch konsequent zu reduzieren und den ökologischen Umbau unserer Gesellschaft entschlossen voranzutreiben. Zukunft entsteht nicht durch immer mehr Wachstum, sondern durch den verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen“, so Niemann.
Aktion im Überblick:
Was: Aktion zum Earth Overshoot Day
Wann: Donnerstag, 30. Juli 2026, 11:30 Uhr
Wo: Rathausmarkt / Schleusenbrücke (am Denkmal für die Gefallenen beider Weltkriege)
Hintergrund:
Der Earth Overshoot Day markiert den Tag, an dem die Menschheit rechnerisch alle natürlichen Ressourcen verbraucht hat, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann. Ab diesem Zeitpunkt leben wir ökologisch auf Kredit – mit Folgen für Klima, Artenvielfalt und die Lebensgrundlagen heutiger und künftiger Generationen.
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