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BUND-Landesverband Hamburg

Spiele für unterwegs in der Natur

14. April 2020 | Kinder-Umweltgruppen

Wir möchten Familien und Interessierten ein paar Spielideen mit auf den Weg geben, die leicht umsetzbar sind und die den Aufenthalt an der frischen Luft bereichern. Sie eignen sich dafür, die eigenen Sinne zu schärfen, Bewegung zu haben, gemeinsame Entdeckungen zu teilen und sich in und mit der Natur zu beschäftigen. Alle Spiele finden große Begeisterung in unseren BUND Kinder-Umweltgruppen.

Lange Spaziergänge, auf geraden Wegen laufen – so würden Kinder ihren Naturaufenthalt weniger gestalten. Dagegen stehen kleine Abenteuer, Sammel- und Suchaufträge hoch im Kurs. 

Bei den Spielen können sowohl die Eltern, als auch Kinder ab dem Grundschulalter die Rolle der Spielleitung innehaben.

Bitte haltet Euch in Naturschutzgebieten an die Regeln! Dort ist das Sammeln und Abreißen von Pflanzen(teilen) nicht gestattet, und es gilt das Wegegebot. Achtet bitte auch sonst auf die Natur und verhaltet Euch dementsprechend verantwortungsbewusst.

Verstecken – Entdecken

An einem abwechslungsreich bewachsenen Wegrand (ca. 3-4 Meter lang) versteckt der/die Spielleiter*in Dinge, die nicht in die Natur gehören. Das können ein Buntstift, ein Radiergummi, eine Wäscheklammer, ein Stück Band, ein 2 Ct-Stück, ein Korken sein. Einige der Gegenstände sollen von der Farbe eher auffällig sein, andere nicht. Sie müssen vom Weg aus „sichtbar“ bleiben. Also „versteckt“ heißt in diesem Fall unauffällig und getarnt. Die Wegestrecke wird markiert, indem Ihr auf dem Boden einen Strich mit dem Schuh zieht. Nun sind die Sucher*innen dran. Jede Person geht in ihrem eigenen Tempo und bleibt auf dem Weg! Werden Gegenstände gefunden, werden sie leise gezählt, aber nicht aus dem Versteck genommen. Am Ende der Strecke nennen die Sucher*innen der Spielleitung die Anzahl der entdeckten Gegenstände. Ist diese zu gering, erfolgt ein zweiter Durchgang. Zum Abschluss geht die Spielleitung mit allen gemeinsam den Weg ab und lässt die versteckten Gegenstände aufdecken und einsammeln.

Schwierigere Alternative: es werden Naturgegenstände verändert, die es in dieser Form nicht gibt oder aber dort nicht hingehören, z.B. ein Kiefernzapfen, wenn nirgendwo eine Kiefer steht, ein Apfel im Haselstrauch, ein Gänseblümchen in der Baumrinde, ein Knoten im Grashalm.

Suchaufträge

Auf einem Zettel stehen Suchaufträge, die allein oder zu zweit in einer bestimmten Zeit gesammelt werden sollen. Oder eine Person schickt die anderen mit einem Auftrag los. Wenn sie wieder kommen, gibt es den nächsten Auftrag. Die Spielleiter*innen können wechseln.

Sucht etwas …

… Rotes, …Glattes, …Rundes, … Spitzes, … Weiches, … das von einem Tier angeknabbert wurde, … das für die Natur wichtig ist, … mit dem ihr Musik machen könnt (vielleicht braucht ihr hierfür zwei Gegenstände), … Unnützes aus der Natur

Sammeln und wiedererkennen

Beim nächsten Naturaufenthalt sammeln alle Personen Naturgegenstände, die sie spannend finden und stecken sie in einen Jutebeutel, ohne ihn groß herumzuzeigen. Bitte achtet darauf, dass Ihr möglichst nur Gegenstände vom Boden nehmt, damit die Natur nicht zu Schaden kommt. Alles Eklige und an dem man sich verletzen könnte, ist Tabu. Bei einem längeren Fußmarsch können Kinder entlang des Weges die Augen offen halten und sammeln. Dann wird es nicht so langweilig. 

Wenn Ihr soweit seid, setzen/stellen sich alle in einen Kreis. Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Eine Person befühlt einen Gegenstand im Jutebeutel ohne reinzuschauen und beschreibt ihn. Die anderen erraten, was es ist. Die Person, die ihn reingetan hat, hält sich erst einmal zurück. Dann kommt die nächste Person mit fühlen dran.

  • Der Jutebeutel geht im Kreis herum und die jeweils fühlende Person nennt drei Gegenstände. Die nächste fühlende Person versucht weitere Objekte zu benennen usw.

  • Eine Person beschreibt einen Gegenstand, die sie in den Jutebeutel getan hat. Eine andere versucht ihn im Beutel durch ertasten zu finden und holt ihn raus.

Perspektivwechsel

Es macht Spaß und ist zudem faszinierend, wenn wir die Natur aus einem anderen Blickwinkel wahrnehmen. Probiert es aus:

  • über liegende Baumstämme wie eine Schnecke kriechen

  • rückwärts laufen

  • als Spinne zu viert oder als Käfer zu dritt laufen (alle stehen nah hintereinander und umschlingen die Vorderperson. Auf los bewegt sich das Tier nach vorne. Viel Glück!)

  • im Blätterdach oder in den Wolken spazieren gehen: eine Person hält sich einen Taschenspiegel unter die Nase, so dass sie beim Laufen in Richtung Himmel schaut. Eine andere führt sie vorsichtig in der Gegend herum, gerne unter Bäumen entlang

  • Kopf über durch die breitgestellten Beine schauen

  • als Ameise im hohen Gras liegen und die Halme als dichten Wald betrachten..

Im Abenteuerland

Auf dem Weg durch das Abenteuerland müsst Ihr als Gruppe imaginäre Hindernisse überwinden, die von einer Spielleiter*in angesagt werden, z.B.: eine hohe Mauer überklettern, einen Weißdorn durchkriechen, über eine schwankende Hängebrücke gehen, durch einen matschigen Sumpf waten, durch ein enges Mauseloch kriechen, von Stein zu Stein hüpfen, einen reißenden Fluss durchpaddeln usw. Am Ende der Reise isst jede*r sein/ihr Lieblingsgericht. Habt Ihr das erwartet? 
 

Ziel ansteuern

Versucht mal ganz gerade zu laufen, wie auf einer Linie. Geschafft? Prima. Dann kommt folgendes Spiel: in ca. 20 Meter Entfernung von den anderen stellt sich die Spielleitung auf einer breiten Fläche mit wenigen Unebenheiten auf. Auf Zuruf des/der Spielleiter*in startet die erste Person mit verbundenen Augen und versucht, die Spielleitung zu erreichen. Geht vorsichtig und langsam! Wenn die „blinde“ Person auf Höhe der Spielleitung ist, aber zu weit links oder rechts abgedriftet ist, wird sie mit „Stopp“ angehalten. 

Ohne korrigierendes Augenmaß ist es schwierig, geradeaus zu gehen. Oft ist ein Bein länger als das andere oder schreitet stärker aus und schon läuft man bei jedem Schritt ein wenig nach rechts oder eben nach links. So kommt es vor, dass man in einer weiten Fläche bei schlechter Sicht durchaus im Kreis laufen kann.


Der BUND Hamburg bietet Kinder-Umweltgruppen an, in denen wir spielerisch und mit viel Abenteuerlust, die städtische Natur entdecken. Weitere Informationen dazu findet Ihr hier: 

Haus der BUNDten Natur

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