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BUND-Landesverband Hamburg

Plastic-Attack bei REWE in Winterhude

21. Juni 2019

Die Ozeane sind voller Müll, Flüsse, Äcker voller Mikroplastik und auch vor unserm eigenen Körper machen die Kunststoffteilchen nicht halt . Bei einer Plastic Attack forderten die BUNDjugend und der BUND Hamburg heute deshalb ein Ende des Verpackungswahns.

„Behaltet Euren Müll“ war am heutigen Freitag die Botschaft einer Plastic-Attac im Rewe Center Stanislawski & Laas an der Dorotheenstraße in Winterhude. Aktive der BUNDjugend und des BUND Hamburg tätigten wie üblich ihre Einkäufe im Supermarkt und schoben ihre Einkaufswagen auf den Parkplatz davor. Anstatt jedoch die Produkte einfach mitzunehmen, packten sie alles in selbst mitgebrachte Mehrwegbehältnisse um und brachten den gesammelten Verpackungsabfall wieder in den Laden zurück.

„Die Erde versinkt im Plastikmüll. Plastik landet in der Natur, im Boden und in den Ozeanen. Wenn das so weitergeht, wird es in 30 Jahren mehr Plastik in den Meeren geben als Fische“, kommentiert Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg die Aktion. „Uns geht es explizit nicht darum, den REWE-Markt in Winterhude an der Pranger zu stellen. Wir wollen aber auf die dramatische Vermüllung unserer Erde aufmerksam machen und den Handel dazu bringen, auf überflüssige Plastikverpackungen zu verzichten und stärker auf unverpackt und Mehrweg zu setzen“, so Braasch weiter.

Aus Sicht des BUND kann der Kampf gegen die Vermüllung der Erde nur gelingen, wenn alle Beteiligten ihren Beitrag dazu leisten. Dazu gehörten

  • allen voran Plastikkonzerne wie Exxon Mobil und BASF, die unbeeindruckt von der Plastikschwemme immer noch mehr Kunststoffe verkaufen wollen,
  • die Lebensmittelhersteller, die ihre Waren möglichst umweltschonend und wo immer möglich in Mehrwegbehältnissen in den Handel bringen sollten,
  • der Handel, der unnötig verpackte Waren aus dem Sortiment nehmen und fast immer auf umweltfreundlichere Alternativen ausweichen könne,
  • die Verbraucher*innen, die im Supermarkt plastikfreie Waren kaufen oder ihre Einkäufe am besten gleich in sogenannten „Unverpackt-Läden“ machen sollten,
  • die Politik, die ein Steuern- und Abgabensystem entwickeln muss, das umweltfreundliche Verpackungen begünstigt und umweltbelastende Produkte teurer und damit unattraktiv macht
  • und last but not least die Kommunen und Entsorger, die dafür sorgen müssten, dass möglichst hohe Recyclingquoten erreicht werden und keinerlei Verpackungsmüll ins Ausland exportiert wird, wo er oftmals in zweifelhaften Anlagen verbrannt oder verbunden mit erheblicher Umweltvergiftung auf ungesicherten Müllkippen landet.

Manfred Braasch verwies in diesem Zusammenhang auch auf den soeben erschienen „Plastik-Atlas“ des BUND-Bundesverbandes, der die Ursachen für die weltweit wachsenden Plastikfluten gut recherchiert hat und insbesondere den Handel und die internationalen Großkonzerne in die Verantwortung nimmt: www.bund.net/plastikatlas

Für Rückfragen: Paul Schmid, BUND-Pressesprecher,
Tel. (040) 600 387-12, mobil 0160 7990946

 

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