Hitzeschutz braucht Stadtgrün. BUND fordert Entsiegelungsstrategie

14. August 2026 | Flaechenschutz, Baumschutz, Klimaschutz, Klimawandel

Ohne verbindliche Ziele sowie ausreichend Personal und finanzielle Mittel bleibt Hamburgs Klimaanpassung unzureichend

Foto: Katharina Thelosen

Angesichts der anhaltenden Hitzebelastung fordert der BUND Hamburg den Senat auf, die Entsiegelung von Flächen in der Stadt strategisch und flächendeckend anzugehen. Aktuelle Zahlen zeigen: Zwar wurden in Hamburg zuletzt einige Flächen entsiegelt, auch durch Abpflastern-Aktionen des BUND, doch dem steht ein Vielfaches an Neuversiegelung und damit eine Verschärfung des Problems von Hitzeinseln entgegen.  

Sabine Sommer, Vorsitzende des BUND Hamburg erklärt: „Die Auseinandersetzung mit dem Thema Hitzeschutz ist überfällig. Es ist richtig, dass Senatorin Fegebank eine verlässliche Finanzierung der Klimaanpassung fordert. Hamburg muss aber auch die eigenen Handlungsmöglichkeiten konsequent nutzen. Neben dem Einsatz von Klimaanlagen in Krankenhäusern oder Altenheimen ist es vor allem der natürliche Hitzeschutz, also der Erhalt von Grünflächen und Stadtbäumen sowie die Entsiegelung versiegelter Flächen, der ein großes Potenzial für die Stadt birgt. Hier muss Hamburg deutlich besser werden.“ 

Das Problem: Bisher erfassen weder die Stadt noch die Bezirke das Entsiegelungspotenzial systematisch und es gibt keine Zielzahlen für Entsiegelungsmaßnahmen. In den zuständigen Bezirken fehlen sowohl Personal als auch finanzielle Mittel zur Prüfung und Umsetzung von Entsiegelungsmaßnahmen. So wurden von über 2.200 Vorschlägen zum “Abpflastern“, einem Entsiegelungswettbewerb, nur ein Bruchteil geprüft. Eine bezirksübergreifende Organisation fehlt, während gleichzeitig die Neuversiegelung durch Bau- und Verkehrsprojekte unverändert hoch bleibt.  

Sommer dazu: „Hitzeschutz geht uns alle an. Die häufigeren und intensiveren Hitzewellen sind ein Gesundheitsrisiko. Mehr Bäume, mehr Stadtgrün und mehr entsiegelte, wasserdurchlässige Flächen kühlen die Stadt und machen sie widerstandsfähiger gegen Extremwetter. Wenn Hamburg beim Hitzeschutz vorankommen will, braucht es deshalb endlich eine verbindliche Entsiegelungsstrategie.“ 

Zum Hintergrund: 

Der BUND ist Teil des Netzwerks „Abpflastern“: Mehr Informationen zum Wettbewerb: Abpflastern

Bei Rückfragen: 

Bei Rückfragen: Milena Fischer, Pressestelle BUND Hamburg, Tel.: 040 / 600 387 12,  kommunikation(at)bund-hamburg.de 

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