Zum Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember dankt der BUND Hamburg allen Freiwilligen, die sich im Jahr 2025 mit großem Einsatz für Natur und Umwelt in der Hansestadt engagiert haben. Vorsitzende Sabine Sommer betont die Bedeutung dieses Engagements für den Klima- und Naturschutz. „Es ist bewegend zu sehen, wie viele Menschen sich mit Herzblut für Hamburgs Umwelt einsetzen. Dieses Engagement zeigt uns Tag für Tag, dass echter Wandel möglich ist, wenn viele bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“
Die Ehrenamtlichen erzielten 2025 beeindruckende Erfolge. Sie ermöglichten mehreren Tausend Kröten, Fröschen und Molchen einen sicheren Weg zu ihren Laichgebieten, erstmals auch im Wilhelmsburger Inselpark. Sie pflegten Streuobstwiesen und zahlreiche wertvolle Lebensräume und trugen damit aktiv zu deren Erhalt bei. Durch umfangreiche Müllsammelaktionen verbesserten sie sichtbar die Qualität von Straßen, Parks und Gewässern. Bei Renaturierungsprojekten an der Alster entwickelten sie diese als vielfältigen Lebensraum weiter. Und die Teamerinnen der Kinder-Umwelt-Gruppen des BUND weckten bei vielen jungen Menschen Neugier und Begeisterung für Natur und Umwelt.
Neben den praktischen Erfolgen erreichte der BUND Hamburg 2025 auch politisch wichtige Meilensteine. Das Bundesverwaltungsgericht erklärte den Planfeststellungsbeschluss zur A26 Ost für rechtswidrig und nicht vollziehbar, weil klimafreundlichere Alternativen nicht ausreichend geprüft worden waren. Viele Aktive des BUND haben sich, teils seit vielen Jahren, gegen dieses Projekt engagiert. Darüber hinaus erzielte der Hamburger Zukunftsentscheid im Oktober 2025 eine Mehrheit für die Klimaneutralität Hamburgs bis 2040 und setzte verbindliche jährliche Minderungsziele fest. Dieser Erfolg war möglich, weil sich viele Menschen in einem beeindruckendem Haustürwahlkampf dafür eingesetzt hatten. Beide Entwicklungen gelten als wegweisend für eine ambitionierte Klimapolitik.
Sabine Sommer hebt hervor, dass diese politischen Fortschritte ohne zivilgesellschaftlichen Druck kaum denkbar gewesen wären. „Das Engagement unserer Freiwilligen wirkt weit über praktische Einsätze hinaus. Es stärkt unsere Stimme in politischen Prozessen und zeigt, dass eine engagierte Stadtgesellschaft Veränderungen anstoßen kann, die Hamburg wirklich voranbringen.“
Zugleich warnt Sommer vor zunehmenden Angriffen auf zivilgesellschaftliche Organisationen und damit auf ehrenamtlich engagierte Menschen: „Organisationen wie der BUND sind ein unverzichtbarer Teil unserer Demokratie. Wir bündeln berechtigte Anliegen von Bürgerinnen und Bürgern, bringen Expertise in politische Debatten ein und kontrollieren staatliches Handeln kritisch.“ Doch genau diese Rolle werde zunehmend von einigen politischen Akteuren infrage gestellt.
Sommer erklärt weiter: „Gerade die kritische Begleitung politischer Prozesse durch unabhängige Organisationen ist ein Kernbestandteil lebendiger Demokratie. Wer dies als Problem darstellt, schwächt die demokratische Kultur insgesamt.“ Der BUND Hamburg fordert Politik und Gesellschaft auf, zivilgesellschaftliches Engagement klar zu schützen und zu stärken.
Wer sich für Umwelt und Naturschutz engagieren möchte, ist herzlich eingeladen, Teil der BUND-Gemeinschaft zu werden. Informationen finden sich unter www.bund-hamburg.de/mitmachen/.
Pressefotos: Ehrenamt beim BUND | Flickr
Bei Rückfragen:
Milena Fischer, Leitung Kommunikation, Tel.: 040 / 600 387-12, kommunikation(at)bund-hamburg.de
Sabine Sommer, Vorsitzende BUND Hamburg, Tel. 0160 7990946, sabine.sommer(at)bund-hamburg.de