BUND-Landesverband Hamburg

A 26-Ost: Autobahn ist klimaschädlich und verstößt gegen Zukunftssicherung

28. Mai 2021

BUND Hamburg reicht ablehnende Stellungnahme ein und verweist auf die aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes

Zum Fristende hat der BUND Hamburg heute seine Stellungnahme zur umstrittenen Planung der A 26-Ost, Teilabschnit 6c, bei der Wirtschaftsbehörde Hamburg eingereicht. Der Verband lehnt die teure und naturzerstörerische Autobahn im Süden Hamburgs ab und verweist insbesondere auf die Verpflichtungen zu mehr Klimaschutz, die sich aus dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes vom 24.03.2021 ergeben.

„Diese Autobahn erhöht während der Bau- und Betriebsphase eindeutig den CO2-Ausstoß und muss daher im Sinne der Zukunftssicherung folgender Generationen grundlegend auf den Prüfstand. Fast 2 Mrd. Euro für eine Autobahn auszugeben, die Natur zerstört, deren Bedarf fraglich ist und die Zukunftschancen gefährdet, darf nicht gebaut werden. Politiker und Planer sollten den Weckruf aus Karlsruhe gehört haben, ein „weiter so“ darf es nicht geben. Der Autobahnbau konterkariert die dringend erforderliche Mobilitätswende“, so Christiane Blömeke, Vorsitzende des BUND Hamburg.

Die Planungsunterlagen weisen massive Mängel auf. So finden sich weder Aussagen zum Einsatz Grauer Energie während der Bauphase noch wird der Ausstoß von CO2 durch den zusätzlich verursachten Verkehr quantifiziert. Die Autobahn mit einer Länge von knapp zehn Kilometern Länge zerstört eine wertvolle Naturlandschaft mit Moorböden sowie den Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten. Dies betrifft u. a. mehr als 70 Brutvogelarten, die im Gebiet vorgekommen und zahlreiche gesetzlich geschützte Biotope. Außerdem sieht der BUND die gesamte Ausgleichskonzeption sehr kritisch und zweifelt auch diesbezüglich an der Genehmigungsfähigkeit.

Link zur Stellungnahme: www.bund-hamburg.de/themen/umweltpolitik/verkehr/a26-ost/
BUND-Veranstaltung: A 26-Ost - Braucht Hamburg eine neue Stadtautobahn? (bund-hamburg.de)


Für Rückfragen: Paul Schmid, BUND-Pressesprecher, Tel. (040) 600 387 12

 

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