BUND-Landesverband Hamburg

Aufbruch in ein nachhaltiges Europa

Unsere Demokratie ist massiv bedroht und Klima- und Naturschutz geraten angesichts multipler Krisen in den Hintergrund. Geh am 9. Juni wählen! Jede Stimme zählt für unsere Umwelt und eine demokratische, lebenswerte Zukunft in Europa!

Ich gehe wählen, weil in Hamburg sehr viel Europa drin steckt

Umweltschutz ist europäisch! Am 9. Juni findet die Wahl der Europäischen Union (EU) statt. Im Europäischen Parlament ist Deutschland mit 96 von insgesamt 720 Abgeordneten am stärksten vertreten. Die EU steht aktuell vor großen Herausforderungen. Bei dieser Wahl geht es vor allem um die Sicherung der Demokratie und darum, dass auf europäischer Ebene mehr Verantwortung für Umwelt-, Naturschutz und Klimaschutz übernommen wird. Es steht viel auf dem Spiel! In der derzeitigen Legislaturperiode stellen die Parteien, die sich für Klima- und Umweltthemen stark gemacht haben, eine knappe Mehrheit. Laut den Vorhersagen droht diese Mehrheit verloren zu gehen, was verheerend wäre. Und deshalb ist es so wichtig, vielleicht wichtiger denn je, dass auch Du wählen gehst. 

Was die EU-Wahl mit Hamburg zu tun hat? Mehr als Du vielleicht denkst. Rund 80 Prozent der entsprechenden Gesetze in Deutschland haben ihren Ursprung in Brüssel. Ohne die EU hätten wir in Hamburg nicht so viele Naturschutzgebiete, beim Artenschutz und Biodiversität sähe es düsterer aus, die Luft- und Gewässerqualität wäre schlechter und die Stadt wäre noch lauter.  

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Demokratie und Frieden

Europa für Demokratie und Frieden: Der zunehmende Aufwind rechtsextremer Parteien in Deutschland und Europa ist eine Gefahr für die Demokratie, für Menschenrechte und damit unser gesellschaftliches Zusammenleben. Die Auswirkungen durch den Verlust der Demokratie auf die Umweltverbände und unsere Arbeit zu den großen Umwelt- und Naturschutzthemen in Hamburg wären immens. Deshalb ist die Wahl so wichtig! Mit unserer Stimme stellen wir uns dem Rechtsruck entgegen und verteidigen die Demokratie, damit unsere brennenden Fokusthemen in Hamburg wie die Energie- und Mobilitätswende, Flächen-, Gewässer- und Artenschutz weiterhin ein Gewicht haben.

Fragen oder Ideen? Meld Dich!

Lotta Repenning

Pressestelle BUND Hamburg
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Klimaschutz

Die Klimakrise hört an den Grenzen nicht auf – Klimaschutz erst recht nicht! Die EU muss verbindliche Entscheidungen treffen, die den Pfad zur Klimaneutralität ebnen und sich auf internationaler Ebene für globale Klimagerechtigkeit einsetzen. 

Europa für eine schnelle Energiewende: Die EU hat bereits Standards geschaffen, ohne die wir deutlich mehr Energie verschwenden würden. Aufgrund von EU-Richtwerten stoßen die Hamburger Kraftwerksanlagen weniger Schadstoffe aus. Ohne die Führungsrolle und eine ambitionierte EU Klimapolitik können wir uns endgültig vom 2 bzw. 1,5 Grad Ziel verabschieden. Wir brauchen einen schnellen Umstieg auf nachhaltige, erneuerbare Energien. Klimaneutralität bis 2040 erreichen wir nur, wenn wir auch Einsparungen systematisch vorantreiben. Dafür braucht es Entscheidungen auf EU-Ebene. 

Mobilität: Für eine echte Mobilitätswende benötigt es europaweites Handeln im Verkehrssektor. Damit wir auf Kurzstreckenflüge verzichten können, brauchen wir ein attraktives und zuverlässiges, grenzüberschreitendes Bahnangebot einschließlich Nachtzüge. Der Bahnverkehr muss ausgebaut werden, damit der Verkehr/ Transport auf die Schiene verlagert werden kann. Zudem brauchen wir schärfere Schadstoff- und Lärmgrenzwerte für Pkw, Lkw und Motorräder, einen schnelleren Ausstieg aus Verbrennermotoren, abgasfreie Neufahrzeuge und die Streichung der klimaschädlichen Subventionen auf Kerosin. 

Mach mit!

Wir haben eine Kampagne auf Instagram gestartet und Du bist herzlich eingeladen mitzumachen. Nimm ein kurzes Video auf mit dem Inhalt "Ich gehe wählen, weil...", lade es auf deinem Kanal hoch und verlinke unseren BUND Account (@bund_hamburg). 

Natur- und Artenschutz

Europa engagiert beim Natur- und Artenschutz: Gesunde Ökosysteme sind unser aller Lebensgrundlage. Es wurde ein Gesetzesentwurf zur Wiederherstellung der Natur, das sogenannte Restoration Law ausgehandelt, dem das Europäische Parlament am 27. Februar diesen Jahres zugestimmt hat. Wir fordern, dass dieses Gesetz nun endlich von allen Mitgliedsländern erfolgreich abgestimmt, konsequent umgesetzt und finanziert wird. 

Abstimmungsverhalten

Klicke Dich durch unsere interaktive Bilanz und erfahre, wie sich Parteien in der EU für die Themen Klima-, Natur- und Umweltschutz eingesetzt haben.

Jetzt mehr erfahren.

Kreislaufwirtschaft- und Ressourcenpolitik

Europa regelt die Abfallpolitik: Die EU-Strategie gegen Plastikmüll zeigt bereits konkrete Verbesserungen durch Verbote von Plastik-Einweggeschirr, Plastikstrohhalmen, Lebensmittelbehältern aus aufgeschäumtem Polystyrol und Einwegprodukten aus Kunststoff, für die es Alternativen aus anderen Materialien gibt.
Durch Hamburgs Recyclingoffensive, die auf den Eckpunkten aus Brüssel beruht, werden unsere Haushalte zunehmend an Wertstoff- und Biotonne angeschlossen, um die Wertstoffe zu nutzen. Deutschland liegt dennoch im oberen Drittel beim Pro-Kopf-Aufkommen von Müll in der EU. Daher fordern wir EU-weite Pfandsysteme, eine Plastiksteuer und deutlich mehr Fokus auf die Kreislaufwirtschaft.

Ernährung

Europa zur Kennzeichnung von Gentechnik: 

Europa plant die Kennzeichnungspflicht von Gentechnik abzuschaffen. Der größte Teil der Pflanzen, die mithilfe neuer Gentechnik gewonnen werden, sollen nicht mehr reguliert und damit ohne Zulassungsverfahren, ohne Risikoprüfung und ohne Kennzeichnung auf die Äcker und Märkte kommen. Lebensmittel aus diesen Pflanzen sollen künftig nicht mehr gekennzeichnet werden. Das untergräbt den Verbraucherschutz gravierend – die Wahlfreiheit für Konsument*innen wären abgeschafft. Wir fordern deshalb die Beibehaltung der Kennzeichnungspflicht!

Fazit

Natur-, Arten-, Umwelt- und Klimaschutz kennen keine Grenzen

Alle Themen, die damit einhergehen, brauchen EU-weite Gesetze und Vorgaben. Und die wird es nur geben, wenn unsere Demokratie auf europäischer Ebene bewahrt wird und die Mehrheit im Europaparlament, die sich für Klima- und Umweltthemen einsetzt, erhalten bleibt. Davon hängt nichts geringeres als unsere Lebensgrundlage ab. Es wäre deshalb fatal zu glauben, dass die EU-Wahl mit uns hier in Hamburg nichts zu tun hat. Deshalb bitten wir Dich: Geh am 9. Juni wählen! Nutze Deine Stimme, denn sie ist viel wert! 

Mehr Infos zur Wahl und mehr BUND-Forderungen zur Europawahl findest Du bei unserem Bundesverband unter: www.bund.net/europawahl

Eine mehrsprachige Website des Wissenschaftlichen Dienstes des Europäischen Parlaments bietet ausführliche Informationen darüber, wie die EU den Alltag der Bürgerinnen und Bürger und ihr Leben in den einzelnen Regionen beeinflusst, hier entlang für Hamburg 

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