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BUND-Landesverband Hamburg

Atomtransporte

Jährlich gehen rund 160 radioaktive Transporte mitsamt ihren Risiken durch die Hansestadt, vor allem über den Hamburger Hafen. Damit muss endlich Schluss sein!

Der Hamburger Hafen hat eine national und international bedeutende Infrastruktur für die Energiewirtschaft. Dazu gehören auch die weltweiten Urantransporte, die über den Hafen abgewickelt werden, weitgehend ohne dass die Hamburgerinnen und Hamburger davon erfahren. Öffentlich wurde das Thema, als bekannt wurde, dass der am 1. Mai 2013 in Brand geratene Frachter Atlantic Cartier hoch­radioaktives Uranhexaflourid geladen hatte.

Noch immer ist Hamburg Drehscheibe für Atomtransporte aller Art, die der Versorgung und dem Betrieb von Atomkraftwerken dienen. Jährlich gehen um die 160 radioaktive Transporte mitsamt ihren Risiken durch die Hansestadt.

Deutschland hat zwar nach Fukushima die schrittweise Stilllegung der Atomkraftwerke beschlossen, aber in den Atomfabriken in Gronau und Lingen wird ohne jede Befristung auch über 2022 hinaus Brennstoff für Atommeiler in aller Welt hergestellt. Mit dem Betrieb dieser beiden Uranfabriken sind viele der durch Hamburg führenden Atomtransporte direkt oder indirekt verbunden.

Da die Urantransporte den gefährlichen Betrieb von Atomkraftwerken und die Produktion radioaktiver Abfälle erst ermöglichen, fordert der BUND den rot-grünen Senat auf, Atomtransporte durch Hamburg zu verbieten.

Dass dies nach derzeitiger Rechtslage möglich ist, macht das Land Bremen deutlich. Mit dem 2012 geänderten Hafengesetz sind Atomtransporte über Bremische Häfen nicht mehr erlaubt. Drei Kernenergie-Unternehmen haben allerdings gegen die Bremer Regelung Klage eingereicht, über die in nächster Instanz das Bundesverfassungsgericht entscheiden muss. 

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