BUND-Landesverband Hamburg

Der Schutz des Bodens ist unsere Zukunftsaufgabe!

„Das fühlt sich an wie im Wald. Ganz weich und wie ein Schwamm“ ruft Leonie. Dabei steht sie gar nicht im Wald, sondern auf dem Barfußpfad im Garten des Haus der BUNDten Natur. Leonie gehört zu den „Naturspürnasen“, die sich dort regelmäßig treffen und gemeinsam die Natur entdecken.

Der Barfußpfad ist Teil der neuen Bodenstation, die 2021 während der Corona-Auszeit im Garten vom Haus der BUNDten Natur entstanden ist. Dank einer Förderung der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung, der BINGO-Lotterie, ist die für uns überlebenswichtige Ressource „Boden“ im Außenbereich thematisiert worden und soll noch stärker als bisher in unsere Bildungsarbeit einfließen. 

Die Kinder nähern sich dem Boden-Thema spielerisch, können ausprobieren, selber gestalten. Welche Naturmaterialien in die Felder des Barfußpfades kommen und vorab gesammelt werden, entscheiden die Kinder selber. Leonies Kleingruppe möchte das Moos ausprobieren, eine andere hat den Boden mit Wasser in Matsch verwandelt. Die Füße sind nun schwarz gefärbt, die Kinder finden es großartig. Geht das aber genauso gut mit anderen Bodensubstraten und Erden, wie Sand und Lehm? Ist da auch so viel schwarz färbender Humus in der Erde drin wie im Mutterboden?

Die Kinder gehen auf Entdeckungsreise. Sie lernen Bodenorganismen als Verursacher des fruchtbaren Humus kennen, können die Regenwürmer mit Grasschnitt und Laub füttern, in einem Terrarium deren Bodendurchmischung beobachten. Voller Staunen hören sie, dass diese kleinen Springschwänze, die ihnen vorher gar nicht auffielen, eine große Bedeutung im Abbauprozess organischer Substanzen spielen. Am Ende sieht die Blattzersetzungsreihe vom intakten Blatt zum Blattgerippe wie ein Kunstwerk aus.

An der Bodenstation lassen sich Bodensubstanzen erfühlen und bestimmen, Versuche zur Filterkraft und Versickerung durchführen. Ein Lehmberg dient als Wetterstation, an dem der Einfluss des Wetters auf den Boden anschaulich nachvollzogen werden kann. Und in einer Buddelecke wird der Boden als natur- und kulturhistorisches Archiv thematisiert.

Lernen die Kinder die Vielseitigkeit der Böden kennen, bietet das die große Chance, mit erhöhter Aufmerksamkeit über seine Gefährdung und vor allem über seinen notwendigen Schutz zu sprechen. Denn eines wird an dem Mini-Hügelbeet über unser Essen klar: die Radieschen wachsen nur, wenn der Boden fruchtbar und gesund ist. Dass das so bleibt, ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben der Menschheit.

Veranstaltungen rund um den Boden bieten wir an:

für Schulen und Kitas 

Alle Termine (für Familien)

Kontakt

Katrin Mehrer

Tel.: 040 / 460 34 32

E-Mail schreiben

Die Bodenstation wurde gefördert durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung.

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