Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bildung für nachhaltige Entwicklung fördern

In Lehrplänen und im Alltag unserer Kindergärten, Schulen und Hochschulen sowie in der außerschulischen Bildung hat jene Bildung zu wenig Raum, die befähigt, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirkt. Dabei unterstreichen der dramatische Klimawandel und der rasante Verlust an biologischer Vielfalt die Notwendigkeit einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), die Notwendigkeit zu lernen, dass 

  • individuelles Handeln, der eigene Lebensstil und unsere Konsummuster nicht nur für die eigene Person Konsequenzen haben, sondern auch für andere; 
  • man etwas tun kann, um die Welt ein Stück nachhaltiger zu machen. 

Mit dem Nationalen Aktionsplan 2030 soll nun BNE strukturell im Bildungssystem verankert werden. Das ist ein bedeutender Ansatz, der schon lange überfällig war. Der BUND wird diesen Prozess begleiten und sich konstruktiv sowie kritisch einbringen. 
 

Der BUND tritt weiterhin dafür ein, 

  • BNE ausdrücklich und verbindlich in Lehrplänen zu verankern, in der (Vor-)Schule deutlich auszuweiten und verbindlich Hauptfächern zuzuordnen; 
  • in der Aus- und Fortbildung von Lehrer*innen BNE als Thema und Prinzip zu verankern; 
  • in jedem Bundesland mindestens eine Hochschule als Schwerpunkthochschule für BNE auszubauen; 
  • die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen und Verbänden des Natur- und Umweltschutzes und der Entwicklungszusammenarbeit auszuweiten; 
  • die (Hoch-)Schulgebäude so zu sanieren (bzw. künftig neu zu errichten), dass sie klimaverträglich und schadstofffrei werden. Schulen und Hochschulen sollen über ihre Fortschritte bei der ökologischen Sanierung öffentlich berichten; 
  • Schulen und Kindergärten und ihre Außenflächen naturnäher umzugestalten; 
  • ein Bioangebot in Mensen obligatorisch zu machen und gesunde Ernährung nicht nur als Unterrichtsinhalt anzubieten; 
  • Schule weiter zu entwickeln, um es Schüler*innen zu ermöglichen, Veränderungen hin zu mehr Nachhaltigkeit in der Schule anzuregen und mitzugestalten; 
  • dass Kinder im Kindergarten die Chance haben, intensiv Natur zu erleben und sich mit dem Schutz von Natur und Umwelt altersgerecht zu beschäftigen. Dazu ist ein landesweites Netzwerk von Nachhaltigkeitsmentor*innen nötig, die Kindergärten in ihrer Arbeit unterstützen. 

Wir wollen BNE auch in der außerschulischen Bildung voranzubringen – zum Beispiel durch 

  • die Verankerung der Förderung von BNE in den Landesjugendplänen; 
  • mehr Mittel für die Landesjugendförderung; 
  • die Einrichtung von Koordinationsstellen auf Kreis- oder Regionalebene mit dem Ziel, schulische und außerschulische Bildung zu vernetzen sowie Fortbildungen und Materialien anzubieten. Diese Stellen können bei Nichtregierungsorganisationen wie auch bei Behörden angesiedelt sein; 
  • die Anrechnung von ehrenamtlichem Engagement in der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung auf die Rentenzeit. 

 

Kontakt

Katrin Mehrer

Tel.: 040 / 600 387 01

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Bildung mit Auszeichnung

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