Kiebitze schützen

Ab Anfang April gehen Kiebitze auf die Suche nach Nistplätzen – hoffentlich auch wieder im Wilhelmsburger Osten, wo sie in den letzten Jahren immer seltener geworden sind. Wir möchten die Kiebitz-Brutplätze ausfindig machen und schützen.

Kiebitzschutz in Hamburg

Die Bestände des Kiebitzes sind in Deutschland seit den 80er Jahren um mehr als 90% zurückgegangen. Auch in Hamburg gilt er als stark gefährdet. Die Gründe sind vielfältig, so spielen Lebensraumverlust und rückläufiges Nahrungsangebot eine große Rolle. Da der Kiebitz es gerne übersichtlich mag, weicht er zunehmend auf Äcker aus. So kommt es, dass inzwischen 80% der Hamburger Kiebitze auf Äckern brüten.

Da die Brutzeit mit der Bodenbearbeitung ab Ende März zusammenfällt, kann es zu unbeabsichtigten Verlusten der gut getarnten Gelege kommen. Diese Verluste lassen sich erfolgreich minimieren, wie die letzten Jahre in Wilhelmsburg zeigen.

Zahlreiche Ehrenamtliche melden ihre Beobachtungen an die Kiebitzbeauftragten der Naturschutzverbände. Anhand dieser Meldungen und eigener Beobachtungen werden die möglichen Maßnahmen mit den Landwirten besprochen. Das kann das Markieren einzelner Gelege sein oder bei mehreren Gelegen, das Festlegen einer sogenannten „Kiebitzinsel“. Dabei wird eine Fläche von mindestens 0,1 Hektar vorübergehend aus der Bewirtschaftung genommen. Für beide Maßnahmen erhalten die Bewirtschaftenden eine Aufwandsentschädigung.

Die positive Bilanz in Wilhelmsburg führte dazu, das die Projektfläche um den Bezirk Bergedorf erweitert und der NABU als Partner gewonnen werden konnte. Seit 2024 wird das Stammgebiet, der Wilhelmsburger Osten von Henning Loch (BUND) und das, neu dazugekommene Gebiet in Bergedorf von Ilka Nüske (NABU) betreut.

Gefördert wird das Kiebitzschutz-Projekt von der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA).

Was Du für den Kiebitz tun kannst

Auch in diesem Jahr werden wieder viele Kiebitz auf Ackerflächen in Wilhelmsburg brüten wollen. Damit das gelingt müssen wir wissen, wo sie sitzen. Dazu ist die Beobachtung der Kiebitze vor Ort wichtig – und dafür brauchen wir Deine Unterstützung. 

Ab März jeden Jahres bieten wir Kiebitz-Einführungsrunden an. Diese und alle weitere Informationen und Aktionen im Projekt bekommt Du über unseren Kiebitz-Verteiler.

Von öffentlichen Wegen aus achtest Du darauf, ob Kiebitze auf den Flächen auffälliges Balzverhalten zeigen, z.B. hoch- und runterfliegen und „kiewitt“ rufen. Sie fliegen auf, wenn Krähen oder Bussarde in der Nähe sind und sie diese verscheuchen. Sehr gute Augen oder ein Fernglas reichen! Die Flächen bitte nicht betreten.

Deine Beobachtungen gibst Du an Henning Loch vom BUND Kiebitzprojekt weiter. Er überprüft alle Meldungen und teilt den Landwirten mit, wo die Kiebitze sitzen und markiert ggf. die Nester. Alle Landwirte haben die Schonung der Nester zugesagt, aber wir müssen sie unterstützen, damit sie wissen, wo die Vögel genau sitzen.

So können wir die Kiebitze gemeinsam schützen!

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Aktuelles aus dem Kiebitzland

Historie

2023: Es werden wieder mehr! Dieses Jahr konnten wir insgesamt 15 Brutpaare beobachten und schützen, so konnten die Kiebitzeltern ihre Jungen sicher ausbrüten. Was für ein Erfolg! Wir danken allen Akteuren und vor allem unseren Freiwilligen, die durch Beobachtungen Kiebitze ausfindig gemacht haben und so deren Schutz ermöglicht haben.

2022: Insgesamt wurden auf Ackerflächen sieben Kiebitznester gefunden und geschützt. Hinzu kamen vier Nester auf Flächen der Stiftung Ausgleich Altenwerder. Schau Dir die süßen Kiebitze an, die wir in dem Jahr beobachten konnten: 

2021: Dieses Jahr hat unser, inzwischen leider verstorbenes, BUND-Mitglied Harald Köpke einige Kiebitz-Brutplätze ausfindig gemacht und wir hatten gemeinsam versucht, diese zu schützen. Trotzdem konnte nur ein einziges Kiebitzpaar seine Jungen erfolgreich großziehen.

Das sollte anders werden! Deshalb haben wir 2022 unser Kiebitzprojekt ins Leben gerufen. Leute vor Ort, Landwirte, die Stiftung Ausgleich Altenwerder, die Umweltbehörde und der BUND: Alle haben sich vorgenommen, dass möglichst viele Kiebitze hier in Wilhelmsburg in diesem Jahr einen sicheren Platz zum Brüten finden sollen.

 

Ansprechpartner

Henning Loch

Projekt Kiebitzbüro
E-Mail schreiben Mobil: 0155 61647690

 

 

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