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BUND-Landesverband Hamburg

Weihnachtsgans: Artgerecht, regional und am besten bio

25. November 2018 | Gesundheit, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Umweltbildung, Weihnachten

Wenn zum Weihnachtsfest die Familie zu­sam­menkommt, wird zumeist fürstlich auf­ge­tischt – und viele verbinden das Festmahl mit einer knusprigen Weihnachtsgans.

Weihnachtliches Festmahl: am besten artgerecht und regional – oder vegetarisch.

Dem Deutschen Statistischen Bundesamt (Destatis) zufolge ist die Menge an geschlachtetem Geflügel  im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr gestiegen, obwohl es bei anderen Arten von Fleisch einen leichten Rückgang gibt. Umso wichtiger ist es, auf eine möglichst tier- und umweltfreundliche Herkunft des Geflügel­fleischs zu achten, das zu Hause auf den Teller kommt.

Wir empfehlen, Fleisch aus Intensivmast unbedingt zu vermeiden. Oft kommt das Geflügel aus Osteuropa, wo die Tiere häufig auf engstem Raum gehalten und mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert werden. Auch werden dort sehr oft  Antibiotika zur Vorbeugung von Krankheiten eingesetzt. Durch den hohen Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung können sich gefährliche Antibiotikaresistenzen entwickeln. Auch deshalb empfehlen wir nur Fleisch aus artgerechter Tierhaltung zu kaufen.

Damit Verbraucherinnen und Verbraucher besser als bisher erkennen können, aus welcher Tier­hal­tungsform das Fleisch stammt, fordern wir die Einführung einer verpflichtenden staatlichen Haltungskennzeichnung. Dann könnte beim Fleisch genauso schnell wie heute schon bei den Eiern erkannt werden, wie die Tiere gehalten wurden. Ob sie im Stall auf einem Spaltenboden dahin­vegetieren mussten oder die Sonne auf der Weide genießen durften.

Bio-Weihnachtsgans

Wenn Sie eine Weihnachtsgans kaufen wollen, sollten Sie auf artgerechte Tierhaltung mit viel Bewegung und eine gesunde, ausgewogene, sprich artgerechte Fütterung achten. Beispielsweise eine Gans mit Biosiegel oder vom Neuland-Hof. Bei diesen können Sie sicher sein, dass die Gänse unter artgerechten Bedingungen gehalten wurden, nur im Notfall Medikamente wie Antibiotika verabreicht bekamen und kein Futter erhielten, bei dem Gentechnik zum Einsatz kam. Bei Aufdrucken wie "Kein Lebendrupf" auf der Verpackung können Sie zumindest sicher sein, dass das Geflügel nicht aus der Intensivmast kommt.

Noch besser als der Kauf von Biogeflügel ist es, öfter mal auf Fleisch ganz zu verzichten und – auch aus Klimaschutzgründen – vegetarische Gerichte auch an Weihnachten zu bevorzugen.

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