Fachdialog: Kreisläufe schließen mit echtem Ressourcenschutz

| Energie, Flaechenschutz, Klimaschutz

BUND-Fachdialog in Hamburg: Kreisläufe schließen mit echtem Ressourcenschutz
Wege aus der Abhängigkeit von Müll und Verbrennung

Rohstoffe werden knapper und teurer, während Kommunen gleichzeitig unter wachsendem Kosten- und Handlungsdruck stehen. Der Umgang mit Ressourcen ist ein zentraler Hebel für den Klimaschutz: Ein großer Teil der Treibhausgasemissionen entsteht bei Gewinnung, Verarbeitung und Entsorgung von Materialien. Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft sichert kommunale Handlungsfähigkeit, stärkt regionale Wirtschaft, senkt CO₂-Emissionen und verringert die Abhängigkeit von Rohstoffimporten. Kreisläufe schließen heißt Zukunft sichern – ökologisch, wirtschaftlich und kommunal.

Welche Weichenstellungen sind notwendig für eine resiliente kommunale Kreislaufwirtschaft? Wie können Kommunen Kreisläufe schließen und Restabfall vermeiden? Diese und weitere Fragen wollen wir beim BUND-Fachdialog in Hamburg diskutieren.

Vorläufiges Programm:

  • 16:30 Willkommen

  • 16:40 Spannungsverhältnis echte Kreislaufwirtschaft und vermeintliche technische Lösungen – BUND

  • 16:50 Erste Ergebnisse einer neuen Studie zur kommunalen Abfallvermeidung: Kosten und Potentiale – Dr Monika Dittrich, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

  • 17:30 CCS an der Müllverbrennungsanlage: Technische und finanzielle Risiken sowie Erfahrungen aus Europa – Hanno Böck, Freier Journalist

  • 18:00 Interaktiver Austausch und Diskussion

  • 18:30 Gemeinsamer Ausklang bei Snacks und Getränken

Müllverbrennungsanlagen sind eine relevante CO₂-Quelle: Insbesondere beim Verbrennen von Kunststoffen wird fossiler Kohlenstoff freigesetzt. Daher rückt die Abfallverbrennung zunehmend in den Fokus der Klimapolitik und wird durch die notwendigen Emissionszertifikate auch immer teurer. Wir wollen über gute Lösungen sprechen, die Kommunen jetzt schon umsetzen. Gemeinsam mit unseren Referent*innen und Vertreter*innen aus Kommunen, Verwaltung, Unternehmen und Praxis diskutieren wir, wie aus guten Einzelprojekten dauerhafte Strukturen werden und Kommunen ihre Ressourcen- und Abfallpolitik zukunftsfest und im Einklang mit ihren Klimazielen ausrichten können.

Gleichzeitig nehmen wir vermeintliche technische Lösungen wie Carbon Capture and Storage (CCS) an Müllverbrennungsanlagen kritisch in den Blick: Bestehende Projekte zeigen hohe technische und finanzielle Risiken. CCS ist zudem energieintensiv und setzt erst am Ende der Kette an, statt Emissionen durch Vermeidung und Recycling gar nicht erst entstehen zu lassen. Statt wertvolle Rohstoffe im Kreislauf zu halten, droht CCS die Abhängigkeit von der Müllverbrennung zu verstärken. Welche Entscheidungen sind heute notwendig, um langfristige Abhängigkeiten zu vermeiden und den Übergang zu einer echten Kreislaufwirtschaft voranzubringen?

Mehr Informationen

Wann? 12. November 2026, 16:30 – 18:30 mit anschließendem Ausklang

Wo? Barmbek Basch e.V., Wohldorfer Str. 30, 22081 Hamburg

Um Anmeldung an antonia.petri(at)bund.net wird gebeten.

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Termindetails

Startdatum:

12. November 2026

Enddatum:

12. November 2026

Uhrzeit:

16:30 – 18:30 Uhr

Ort:

Barmbek Basch e.V., Wohldorfer Str. 30, 22081 Hamburg

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