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BUND-Landesverband Hamburg

Unternehmenswert für Vattenfall Wärme GmbH wirft Fragen auf

05. Juli 2018 | Energie, Volksentscheid Energienetze, Kohlekraftwerk Moorburg, Energiewende, Kohle, Klimaschutz

Die heute bekannt gewordene Bestätigung des aktuellen Unternehmenswerts der Vattenfall Fernwärme GmbH wirft erneut eine zentrale Frage im Kontext des Rückkaufs der Fernwärme auf.

Die heute bekannt gewordene Bestätigung des aktuellen Unternehmenswerts der Vattenfall Fernwärme GmbH wirft erneut eine zentrale Frage im Kontext des Rückkaufs der Fernwärme auf:

Dazu Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg:

„Es bleibt weiterhin unklar, wieso der Unternehmenswert der Vattenfall Wärme GmbH (VWH) sich innerhalb von nur sechs Jahren halbieren kann. 2011 war ein Unternehmenswert mit 1,3 Mrd. Euro ermittelt worden – damals vom heutigen Zweitgutachter PricewaterhouseCoopers GmbH (PwC). Erst im Januar 2018 hatte das Unternehmen Vattenfall noch diese Zahl bestätigt.

Solange es hier keine Aufklärung gibt, bleibt der Verdacht im Raum, dass die damalige Wertermittlung, die nie transparent nachvollzogen werden konnte, deutlich zu hoch ausgefallen ist und so den aktuellen Rückkauf der Fernwärme gefährdet. Der Senat und die HGV müssen dringend Transparenz schaffen, wie es zu dieser Entwicklung kommen konnte- zumal die Stadt mit 25,1 % die ganze Zeit am Unternehmen beteiligt war.“

Zum Hintergrund:

2014 hatte der Hamburger Senat mit dem Unternehmen Vattenfall auf Basis der Unternehmensbewertung in Höhe von 1,3 Mrd. Euro einen Mindestkaufpreis für die Fernwärme von 950 Mio. Euro vertraglich festgelegt. Da das Unternehmen nun nur noch 645 Mio. Euro wert ist, könnte der Rückkauf an den Vorgaben der Landeshaushaltsordnung (LHO) zum sparsamen Mitteleinsatz scheitern.

Der BUND fordert weiterhin eine Umsetzung des Volksentscheids UNSER HAMBURG – UNSER NETZ, um auch in der Fernwärme eine Energiewende in Hamburg zu ermöglichen. Diese sei mit dem Unternehmen Vattenfall, das immer noch auf Kohleverbrennung setzt, nicht möglich. Auch die gute und nachhaltige Unternehmensentwicklung beim rekommunalisierten Stromnetz spricht dafür, die Fernwärme, die immerhin 20 % der Wärmeversorgung Hamburgs leistet, in die öffentliche Hand zu übernehmen.

Für Rückfragen: Manfred Braasch, BUND Hamburg, Tel. 040 – 600 387-11  

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