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BUND-Landesverband Hamburg

Protest vor dem größten Mahnmal ignoranter Energiepolitik Norddeutschlands

04. Oktober 2019

Über 1.000 Leute demonstrieren mit dem BUND Hamburg, der BUNDjugend und Fridays for Future vor dem Kohlekraftwerk Moorburg

Mehr als 1.000 Menschen sind heute dem Aufruf des BUND Hamburg, der BUNDjugend und Fridays for Future gefolgt und zogen in einem großen Fahrradkonvoi von der Umweltbehörde in Wilhelmsburg zum Kohlekraftwerk Moorburg. Dort protestierten sie lautstark gegen die Kohleverbrennung von Vattenfall in Hamburg.

Erst 2014 in Betrieb gegangen, steht das Kohlekraftwerk Moorburg wie kaum ein anderes Projekt für eine fundamentale Fehlentscheidung des Energiekonzerns Vattenfall und der Stadt Hamburg. „Vattenfall hat in unheilvoller Allianz mit dem Hamburger Senat vor 15 Jahren die Planung für den Klimakiller auf den Weg gebracht. Trotz Warnungen und Alternativkonzept wurde der Kohlemeiler gebaut und ist 2015 in Betrieb gegangen. Gerade vier Jahre später will Vattenfall sich nun aus der Verantwortung stehlen und das Kraftwerk verkaufen – doch das ist keine Lösung. Das Kohlekraftwerk gehört so schnell wie möglich abgeschaltet“, so Manfred Braasch.

Mit 1.640 Megawatt Leistung gehört Moorburg zu den größten Steinkohlekraftwerken Europas und stößt gigantische sechs bis acht Millionen Tonnen CO2 pro Jahr aus. BUND, BUNDjugend und Fridays for Future fordern daher einen schnellstmöglichen Kohleausstieg. Hamburg müsse Verantwortung übernehmen und ein wichtiges Zeichen gegen die eskalierende Klimakrise setzen. „Die Stadt Hamburg ist mittlerweile unter Zugzwang. Wir erwarten verbindliche Zielsetzungen für eine kontinuierliche Reduktion des Kohlestroms im Hamburger Strommix und konkrete Daten für die Abschaltung der Kraftwerke Moorburg, Tiefstack und Wedel lange vor 2035“, fordert Aktivist Arnaud Boehmann von Fridays for Future Hamburg.

Sascha Haupt von der BUNDjugend merkt an: “Wir alle stehen in der Verantwortung, das Klima zu retten. Immer noch sind viele Menschen in Hamburg Kund*innen bei Vattenfall, einem Konzern, der Atom- und Kohlekraftwerke betreibt. Deshalb fordern wir alle Vattenfall-Kunden auf, endlich Verantwortung zu übernehmen und zu einem Öko-Stromanbieter zu wechseln! Das kann jede und jeder tun – und zwar jetzt.“

Für Rückfragen vor Ort:
Manfred Braasch, BUND-Landesgeschäftsführer, mobil 0172 408 34 01
Nele Brebeck, Fridays for Future, mobil 0176 765 53 024

Für Fotos senden Sie bitte eine Mail an presse@bund-hamburg.de

 

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