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BUND-Landesverband Hamburg

Neue Volkspetition gegen Fluglärm

01. März 2017 | Fluglaerm

Der Hamburger Landesverband des BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat heute eine Volkspetition auf den Weg gebracht mit dem Ziel, eine konsequente Nachtruhe für den Hamburger Flughafen durchzusetzen.

Der Hamburger Landesverband des BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat heute eine Volkspetition auf den Weg gebracht mit dem Ziel, eine konsequente Nachtruhe für den Hamburger Flughafen durchzusetzen. Der BUND fordert, die Betriebserlaubnis für den Hamburger Flughafen so zu ändern, dass werktags von abends 22 Uhr bis morgens 6 Uhr keine Flüge stattfinden dürfen. Für Sonn- und Feiertage müsse das Nachtflugverbot von 22 bis 8 Uhr gelten. Derzeit gilt eine Beschränkung an allen Tagen von 23-6 Uhr, die jedoch immer häufiger übertreten wird. 

Nach Einschätzung des Umweltverbands stört der Flugverkehr in Hamburg die Nachtruhe von bis zu 100.000 Menschen in der Stadt und dem nördlichen Umland empfindlich. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen und verminderte Konzentrationsfähigkeit bei Schulkindern sind die Folgen. 

„Es gibt ein Grundrecht auf körperliche und seelische Unversehrtheit, aber kein Recht auf Mobilität zu jeder Tages- und Nachtzeit. Der Flugbetrieb am Hamburger Airport ist schon tagsüber eine enorme Belastung. Eine konsequente Nachtruhe von 22–6 Uhr ist schlicht ein Gebot der Fairness gegenüber den Menschen, die dort leben“, so Manfred Braasch, Geschäftsführer des BUND Hamburg. 

Martin Mosel, Sprecher des BUND-Arbeitskreises „Luftverkehr“, ergänzt: „Jeder Rasenmähereinsatz ist stärker reglementiert als der Flugbetrieb am Airport Hamburg.  Bislang haben alle Ankündigungen zur Lärmminderung, auch der 16-Punkte-Plan von Senat und Flughafen, die Lage eher verschlechtert als verbessert.“ 

Anlass für die Volkspetition des BUND ist die Entwicklung der Starts und Landungen am Hamburg Airport nach 22 Uhr, die in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben. Wenn 10.000 Unterschriften zusammengekommen sind, muss sich die Hamburger Bürgerschaft mit dem Anliegen der Petition befassen und über eine Annahme beraten. Die Stadt kann als Mehrheitseignerin des Flughafens eine entsprechende Betriebserlaubnis beantragen, die Wirtschaftsbehörde müsste dieser stattgeben.

 

Für Rückfragen:
Paul Schmid, BUND-Pressesprecher, Tel. (040) 600 387 12

 

Unterschriftenlisten für die Volkspetition zum Download gibt es unter 

bund-hamburg.bund.net/nachtruhe-jetzt

 

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