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BUND-Landesverband Hamburg

„Natur-Cent“ hilft nicht gegen Flächenverlust

23. Mai 2016 | Flaechenschutz

Der aktuell innerhalb der rot-grünen Koalition vereinbarte „Naturcent im Wohnungsbau" kann nach Ansicht des BUND Hamburg kein Ausgleich für die zunehmende Bebauung in Hamburg sein

Der aktuell innerhalb der rot-grünen Koalition vereinbarte „Naturcent im Wohnungsbau" ist nach Ansicht des BUND Hamburg keine Lösung für die zunehmende Bebauung von Landschaftsachsen und Landschaftsschutzgebieten in Hamburg. 

„Zwar hätte es ohne die Intervention des Umweltsenators keinen „Natur-Cent" gegeben und die Baufraktion im Senat wäre durchmarschiert. Aber jeder Cent, der über dieses Modell eingenommen wird, basiert auf der unwiederbringlichen Vernichtung von Grün- und Freiflächen. Ein dauerhafter Ansatz, um Hamburgs Grün zu erhalten, sieht anders aus", so Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg. Mit dem Neubau von 10.000 Wohnungen sollen jedes Jahr ca. 70 Hektar neu versiegelt werden. Dies entspricht der Bebauung einer Fläche, die zweieinhalb Mal so groß ist wie diejenige der Binnenalster. Hinzu käme der Flächenverbrauch für neue Straßen- und Gewerbeflächen. 

Der BUND Hamburg fordert zunächst eine grundlegende Überarbeitung des Flächennutzungsplans und des Landschaftsprogramms, bevor ein Bauvolumen von 10.000 neuen Wohnungen pro Jahr geplant wird. Die Vereinbarung zum „Natur-Cent" sei dafür kein Ersatz. Beide Planwerke, die die mittelfristige Entwicklung der Stadt planerisch festlegen sollen, stammen aus dem Jahr 1997 und sind völlig veraltet. Im Sinne einer verträglichen Entwicklung Hamburgs müssten diese Regelwerke dringend überarbeitet und von der Hamburger Bürgerschaft demokratisch beschlossen werden. 

Im Bündnis für das Wohnen ist festgelegt, dass Innen- vor Außenentwicklung gehen soll und die Belange des Naturschutzes sowie der Erhalt von Freiflächen angemessen berücksichtigt werden.

 

Für Rückfragen:
Paul Schmid, BUND-Pressesprecher, Tel. (040) 600 387 12 

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