Moderne Verkehrsgestaltung braucht Abkehr von fossiler Infrastruktur

11. September 2026

Gemeinsame Pressemeldung von NABU und BUND

NABU und BUND fordern zum 11. Hamburger Verkehrstag mehr Tempo bei ökologischer Verkehrswende

Hamburg spricht über die Verkehrswende – doch beim Ausbau seiner Verkehrsinfrastruktur droht die Stadt weiter, in die falsche Richtung zu fahren. Anlässlich des 11. Hamburger Verkehrstags fordern BUND und NABU Hamburg einen klaren politischen Kurswechsel: Verkehrspolitik und Infrastrukturplanung müssen konsequent auf eine klimaverträgliche, flächensparende und zukunftsfähige Mobilität ausgerichtet werden. Statt immer wieder neue Straßenkapazitäten für Autos zu schaffen, braucht Hamburg mehr Tempo bei Bus und Bahn, beim Rad- und Fußverkehr sowie bei der Vernetzung der verschiedenen Verkehrsträger.

„Moderne Verkehrspolitik bedeutet nicht, immer neue Straßen zu bauen. Mobilität muss so organisiert werden, dass Menschen gut und zuverlässig ans Ziel kommen, ohne dabei Klima und Natur weiter zu zerstören. Hamburg hat die Instrumente für eine ökologische Verkehrswende längst in der Hand. Jetzt kommt es darauf an, sie konsequent einzusetzen und bei den politischen Prioritäten die richtigen Entscheidungen zu treffen“, so die Verbände.

Noch immer klaffen Anspruch und tatsächliche Verkehrspolitik auseinander. Während Hamburg den Umweltverbund stärken und seine Klimaziele erreichen will, unterstützt der Senat gleichzeitig den Bau neuer Straßenkapazitäten. Die geplante A26 Ost ist dafür ein besonders deutliches Beispiel: Das Projekt wird zwar vom Bund finanziert, Hamburg setzt sich jedoch weiterhin für seine Realisierung ein und hat dies sogar im Koalitionsvertrag verankert. Damit steht die Autobahn exemplarisch für den Widerspruch zwischen dem Anspruch einer ökologischen Verkehrswende und der politischen Unterstützung für eine Verkehrsinfrastruktur, die zusätzlichen Autoverkehr ermöglicht und wertvolle Flächen beansprucht.

NABU und BUND fordern den Hamburger Senat deshalb auf, den Anspruch einer modernen Verkehrspolitik mit konkreten Prioritäten zu hinterlegen: Investitionen müssen dort beschleunigt werden, wo sie die größte Wirkung für Klimaschutz, Natur und Lebensqualität entfalten. Dazu gehören insbesondere der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, eine sichere und komfortable Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur sowie die Sanierung und Optimierung bestehender Verkehrswege.

„Hamburg braucht keine Verkehrswende auf dem Papier, sondern auf der Straße. Vom Hamburger Verkehrstag sollte deshalb ein Impuls ausgehen: Mehr Tempo bei der Verkehrswende – und endlich raus aus der Sackgasse von immer neuem straßengebundenem Verkehr“, so NABU und BUND.

Für Rückfragen:

Jonas Voß, Pressesprecher NABU Hamburg, voss(at)NABU-Hamburg.de, 040/69 70 89 23

Luca Heinle, Referentin Flächenschutz BUND Hamburg, flaechenschutz(at)bund-hamburg.de, 040/600 38 717                                                             

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Herausgeber: NABU Hamburg, Klaus-Groth-Straße 21, 20535 Hamburg
Redaktion: NABU Hamburg, Pressestelle, Ilka Bodmann (verantwortlich)
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