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BUND-Landesverband Hamburg

Kritische Sauerstoffwerte in Hamburgs Gewässern: Stadt hat Verbesserungspflicht nicht ernst genommen

09. Juli 2015 | Gewässer, Elbe, Elbvertiefung

Die kritischen Sauerstoffwerte in Elbe, Alster und anderen Hamburger Gewässern machen deutlich, dass die Stadt zu wenig für die Qualität der Flüsse, Bäche und Seen tut.

Die aktuell kritischen Sauerstoffwerte in Elbe, Alster und anderen Hamburger Gewässern verdeutlichen aus Sicht des BUND Hamburg einmal mehr, dass die Stadt trotz klarer gesetzlicher Vorgaben zu wenig für die Qualität der Flüsse, Bäche und Seen tut. 

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie aus dem Jahr 2000 verpflichtet auch Hamburg, seine Gewässer in einen guten Zustand zu bringen. Dies hätte eigentlich bis zum Jahr 2015 erreicht werden müssen. Trotz einiger sinnvoller Maßnahmen befinden sich jedoch alle 32 Hamburger Oberflächengewässer nach wie vor in einem "mäßigen" oder "schlechten" Zustand. Dies verantwortet der Senat, der bislang für Verbesserungsmaßnahmen lediglich etwa 20 Prozent der notwendigen Finanzmittel bereitgestellt hat. Dies hatte zuletzt der Landesrechnungshof in seinem Jahresbericht 2014 deutlich kritisiert. 

"Mehr Strukturvielfalt und weniger Nährstoffe ist das Gebot der Stunde. Dann wären auch die meisten Gewässer in der Lage, die Extremwetterlage der letzten Tage besser zu verkraften. Die Fachbehörde und die Bezirke sind aufgerufen, endlich mehr zu tun", so Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND. 

Aktuell liegen auch die Sauerstoffwerte der Tideelbe im fischkritischen Bereich. Das regelmäßige Sauerstofftal in der Tideelbe zeigt, dass weitere Eingriffe wie etwa die geplante Elbvertiefung kontraproduktiv sind. Das Baggern von ca. 40 Millionen Kubikmeter Sediment würde die Sauerstoffsituation nochmals verschlechtern und den ständigen Unterhaltungsaufwand erhöhen. 

Für Rückfragen:
Paul Schmid, Pressesprecher BUND Hamburg, Tel. (040) 600 387 12 

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