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BUND-Landesverband Hamburg

Kohlekraftwerk Wedel: Umweltsenator Kerstan muss bei Vattenfall für Transparenz sorgen

29. September 2015

Der BUND Hamburg fordert Umweltsenator Jens Kerstan auf, bei der morgigen Aufsichtsratssitzung der Vattenfall Wärme Hamburg GmbH dafür zu sorgen, dass unverzüglich detaillierte Angaben zum Hamburger Fernwärmenetz vorgelegt werden.

Der BUND Hamburg fordert Umweltsenator Jens Kerstan auf, bei der morgigen Aufsichtsratssitzung der Vattenfall Wärme Hamburg GmbH dafür zu sorgen, dass unverzüglich detaillierte Angaben zum Hamburger Fernwärmenetz vorgelegt werden. In dem vor kurzem abgeschlossenen Gutachterprozess zum Ersatz des Kohlekraftwerkes Wedel hatte das Unternehmen die Herausgabe wichtiger Daten noch verweigert. 

„In den nächsten Monaten steht eine der wichtigsten energiepolitischen Investitionsentscheidungen dieser Legislaturperiode an. Da kann es nicht sein, dass das Unternehmen, an dem die Stadt mit 25,1 Prozent beteiligt ist und das in ein paar Jahren ohnehin vollständig in kommunalen Besitz übergeht, entscheidende technische Daten zurückhält. Jetzt muss Jens Kerstan als Aufsichtsratsmitglied und Repräsentant des Senats klare Worte finden. Alle Daten müssen auf den Tisch", so Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg. 

Das Gutachten im Auftrag der Stadt hatte erstmals neben dem bisher favorisierten Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk (GuD) weitere, gleichwertige Versorgungsmöglichkeiten im Grundsatz geprüft und die Integration erneuerbarer Energien und industrieller Abwärme als machbar und sinnvoll dargestellt. Mit diesem Ansatz ließe sich aus Sicht des BUND das Hamburger Fernwärmenetz deutlich klimafreundlicher organisieren. 

Um letztlich eine konkrete Empfehlung für die künftigen Investitionen in die Wärmeversorgung zu geben, wäre es erforderlich, den tatsächlichen Bedarf für den Zubau in den Versorgungsgebieten zu ermitteln. Dafür fehlten den Gutachtern jedoch entscheidende Daten zur Hydraulik und anderen technischen Parametern des ca. 800 Kilometer langen Fernwärmenetzes. 

Für Rückfragen:
Paul Schmid, Pressesprecher BUND Hamburg, Tel. (040) 600 387 12 

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