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BUND-Landesverband Hamburg

Glyphosat schädigt Mensch und Natur - BUND fordert Verbot des umstrittenen Pestizids

12. Mai 2016 | Artenschutz, Naturschutz

Hamburg verweigert kritische Positionierung / BUND-Protestaktion zur Belastung mit Glyphosat / Heute Abstimmung im Bundestag

Im Deutschen Bundestag wird heute über einen Glyphosat-kritischen Antrag abgestimmt. Der BUND Hamburg hat im Vorfeld alle Hamburger Bundestagsabgeordneten aufgefordert, diesen Antrag zu unterstützen. Die Abstimmung wird als wichtiges Signal für die in der nächsten Woche anstehende Entscheidung auf EU-Ebene zur Wiederzulassung von Glyphosat angesehen. 

Gleichzeitig macht der BUND mit einer Protestaktion am Jungfernstieg auf die zunehmende Belastung von Lebensmitteln und Umwelt aufmerksam und kritisiert die Haltung Hamburgs in der Glyphosat-Debatte. 

Das auch in Deutschland am häufigsten eingesetzte Pflanzenschutzmittel wird von der WHO als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft. Das Umweltbundesamt sieht durch die Anwendung die Artenvielfalt bedroht. Als Folge der massiven Ausbringung in der Landwirtschaft kann der Stoff mittlerweile in fast 80 % der Hamburger Gewässer nachgewiesen werden. Glyphosat findet sich verstärkt auch im menschlichen Körper, die Aufnahme erfolgt offenbar vor allem über Backwaren aber auch über Haferflocken, Bier und Weintrauben. 

„Glyphosat ist mittlerweile allgegenwärtig und schädigt Umwelt und Mensch. Es braucht jetzt auf allen Ebenen ein klares „Nein“ für die Zulassung des umstrittenen Pestizids. Wir hoffen, dass alle Hamburger Bundestagsabgeordneten bei der heutigen Abstimmung im Bundestag Farbe bekennen“, so Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg. 

Unverständlich sei, dass Hamburg sich auf der Agrarministerkonferenz am 15.04.2016 offenbar einer kritischen Positionierung der grün-mitregierten Bundesländer verweigert hat. Während Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein das Bundeslandwirtschaftsministerium auffordern, zumindest bis zur abschließenden Klärung der Umweltauswirkungen und Kanzerogenität einer Wiederzulassung von Glyphosat nicht zu zustimmen, habe Hamburg diese Erklärung nicht unterstützt. 

„Hamburgs Regierung agiert in Sachen Glyphosat nur halbherzig. Ein konsequenter Verbraucher- und Umweltschutz sieht anders aus“, so Manfred Braasch. 

Der BUND hat mittlerweile bundesweit über 100.000 Protestmails an Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt auf den Weg gebracht. 

Weitere Infos unter

aktion.bund.net/keine-glyphosat-wiederzulassung

www.bund.net/aktiv_werden/aktionen/glyphosat_verbieten/kurzinfo/studien_und_fakten/

 

Für Rückfragen:
Paul Schmid, BUND-Pressesprecher, Tel. 040 – 600 387-12 

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