Gewässerschutz ist Hochwasserschutz

01. Februar 2024

BUND Hamburg warnt zum Tag der Feuchtgebiete: “Für den Hochwasserschutz sind natürliche Ufer und intakte Flussauen essenziell.”

Bei anhaltendem, starkem Niederschlag treten Hamburgs Gewässer über die Ufer und überschwemmen umliegende Flächen. Vor allem stark begradigte Flussläufe und Ufer, die mit Mauern kanalisiert sind, können wechselnde Wasserstände kaum ausgleichen. Anlässlich des Tages der Feuchtgebiete am 2. Februar macht der BUND Hamburg auf die Wichtigkeit natürlicher Uferbereiche mit Vegetationszonen für den Hochwasserschutz in Hamburg aufmerksam. 

“Hochwasserschutz wird durch vermehrte Starkregenereignisse aufgrund des Klimawandels immer notwendiger – gerade in einer so stark versiegelten Stadt wie Hamburg. Von essenzieller Bedeutung für den Hochwasserschutz sind natürliche Ufer und intakte Flussauen. Sie funktionieren als Wasserrückhalt und beugen unter anderem Schäden an Gebäuden oder an der Infrastruktur vor, weshalb wir sie unbedingt schützen und an vielen Stellen renaturieren müssen”, sagt Linda Kahl, Expertin für Gewässerschutz beim BUND Hamburg.  

Je natürlicher die Uferbereiche von Gewässern (gestaltet) sind, desto effektiveren Hochwasserschutz bieten sie. Daran anschließende Flussauen wie Grünland oder ganze Wälder, in Hamburg an der Elbe beispielsweise das Naturschutzgebiet Heuckenlock, bieten dabei den größten Schutz. Indem sie große Mengen Wasser aufnehmen und langsam wieder abgeben können, fungieren sie als Puffer zwischen Gewässer und städtischer Infrastruktur. Auch für die Tier- und Pflanzenwelt haben Flussauen einen positiven Effekt: Sie bieten einen wertvollen, nährstoffreichen, artenreichen Lebensraum.  

Der BUND Hamburg setzt sich gemeinsam mit der Unterstützung vieler Freiweilliger für den Schutz und die Renaturierung von Hamburgs Gewässern ein. Von der Berner Au bis zur Tideelbe werden kleine und große Gewässerlebensräume renaturiert, gepflegt und geschützt. Das Kooperationsprojekt Lebendige Alster setzt beispielsweise seit über zehn Jahren Maßnahmen am Alsterlauf um, um die Lebensräume am Fluss aufzuwerten.  

Für Rückfragen: Lotta Repenning, BUND-Pressestelle, Tel. 040 600 387 12, presse@bund-hamburg.de 

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