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BUND-Landesverband Hamburg

BUND legt neuen Fluglärmreport für den Hamburger Flughafen vor

20. März 2018 | Fluglaerm

Belastung nimmt weiter zu / Hamburg muss als Mehrheitseigner des Flughafens endlich handeln

(BUND Hamburg / Christian Schumacher)

Der Hamburger Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat heute seinen zweiten Fluglärmreport für den Flughafen Hamburg vorgestellt. Darin kommt der Umweltverband zu dem Ergebnis, dass das Jahr 2017 mit einem „Lärmteppich“ von 14,7 km² das lauteste Flugjahr seit über 15 Jahren war. Als Fluglärmteppich bezeichnet man die Ausdehnung des von den Starts und Landungen verursachten Lärms in den sechs verkehrsreichsten Monaten eines Jahres.

Für Martin Mosel, Sprecher des länderübergreifenden Arbeitskreises „Luftverkehr“ im BUND Hamburg, ist diese Entwicklung nicht länger zumutbar: „Die Belastung der Anwohner eilt von Rekord zu Rekord. 2016 war schon unerträglich, 2017 stellt aber alles in den Schatten. Der Betrieb eines innerstädtischen Flughafens kann so nicht weitergehen.“ 

Zusätzlich zu der insgesamt gestiegenen Lärmbelastung weisen laut BUND auch die nächtlichen Flugbewegungen neue Maximalwerte auf. So gab es in 2017 8.404 Starts und Landungen nach 22 Uhr, davon 1.229 zwischen 23 Uhr und 6 Uhr und damit außerhalb der offiziellen Betriebszeiten. In den Monaten Juni, Juli, August und September wurde an gerade mal drei Nächten das Betriebszeitende von 23 Uhr eingehalten. Hauptverursacher dieser Entwicklung sind vor allem sogenannte Billigflieger wie etwa EasyJet und Eurowings. Billigflieger produzieren laut BUND drei von vier verspäteten Flügen außerhalb der derzeit geltenden Betriebszeit.

Der BUND fordert nun die Stadt Hamburg als Mehrheitseigner am Flughafen Hamburg auf, ein konsequentes Nachtflugverbot ab 22 Uhr umzusetzen. Mit diesem Anliegen hatte der Umweltverband bereits im letzten September eine Volkspetition an die Hamburger Bürgerschaft übergeben. „Die Rechnung der Bürgerschaft ist nicht aufgegangen. Punktepläne, Pünktlichkeitsoffensive und neue Entgeltordnung bringen erkennbar nichts. Im Gegenteil, der Fluglärm hat sogar massiv zugenommen. Wir erwarten jetzt ein Nachtflugverbot ab 22 Uhr und keine weiteren Vertröstungsaktionen“, stellt Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg, klar.

Den neuen Fluglärmreport 2017 des BUND Hamburg gibt es hier.

Für Rückfragen:

Manfred Braasch, BUND-Landesgeschäftsführer, Tel. 040 - 600 38 711

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