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BUND-Landesverband Hamburg

BUND legt Fluglärmreport für den Hamburger Flughafen vor

04. April 2017 | Fluglaerm

In seinem aktuellen Fluglärmreport kommt der BUND zu dem Ergebnis, dass das Jahr 2016 am Flughafen Fuhlsbüttel das lauteste Flugjahr seit über 15 Jahren war.

Der Hamburger Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat heute seinen ersten Fluglärmreport für den Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel vorgestellt. Darin kommt der Umweltverband zu dem Ergebnis, dass das Jahr 2016 mit einem „Lärmteppich“ von 14 km² das lauteste Flugjahr seit über 15 Jahren war. Als Fluglärmteppich bezeichnet man die Ausdehnung des von den Starts und Landungen verursachten Lärms in den sechs verkehrsreichsten Monaten eines Jahres. 

Für Martin Mosel, Sprecher des länderübergreifenden Arbeitskreises „Luftverkehr“ im BUND Hamburg, ist diese Entwicklung nicht länger zumutbar: „Der Betrieb eines innerstädtischen Flughafens inmitten einer dicht besiedelten Metropolregion sollte die umfassende Rücksichtnahme auf die betroffenen Bürgerinnen und Bürger voraussetzen. Hiervon sind wir derzeit meilenweit entfernt.“ 

Zusätzlich zu der insgesamt gestiegenen Lärmbelastung weisen laut BUND auch die nächtlichen Flugbewegungen neue Maximalwerte auf. So gab es in 2016 7.235 Starts und Landungen nach 22 Uhr, davon 953 zwischen 23 Uhr und 6 Uhr und damit außerhalb der offiziellen Betriebszeiten. Dies sind die höchsten Werte seit dem Jahr 2011. Ein Blick auf die der „Lärmteppichberechnung“ zugrunde liegenden Monate zeigen, dass in nur 12 der 184 Nächte das Betriebszeitende von 23 Uhr eingehalten wurde. Hauptursache für diese Entwicklung ist die Zunahme der sogenannten Billigflieger wie etwa Ryanair und EasyJet in Fuhlsbüttel. Diese produzieren laut BUND drei von vier verspäteten Flügen außerhalb der derzeit geltenden Betriebszeit.

Der BUND kritisiert in diesem Zusammenhang nicht nur den Airport selbst, sondern auch die Hamburger Bürgerschaft und den Senat. „Deren medienwirksam angekündigter 10-Punkte- und 16-Punkte-Plan und auch die sogenannte „Pünktlichkeitsoffensive“ haben erkennbar nichts gebracht. Im Gegenteil, der Fluglärm hat seither sogar massiv zugenommen“, kritisiert Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg. Der BUND habe deshalb vor kurzem eine Volkspetition für eine konsequente Nachtruhe von 22-6 Uhr auf den Weg gebracht. 

Für Rückfragen:
Paul Schmid, BUND-Pressesprecher, Tel. (040) 600 387 12 

Den Fluglärmreport des BUND Hamburg gibt es

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