BUND-Kommentar zu Fegebanks CCS-Vorstoß

05. August 2025 | Energie, Klimaschutz

Der BUND Hamburg ist empört: Umweltsenatorin Katharina Fegebank möchte den Einsatz von Carbon Capture and Storage (CCS) Technologie auch in Hamburg fördern. Die CCS-Technologie kann unmöglich von der Umweltbehörde so prominent nach vorne gestellt werden, was einer Vernachlässigung der tatsächlichen Aufgaben gleichkommt. Der BUND warnt vor einer problematischen Verschiebung der Prioritäten.

CCS vermittelt den Eindruck, dass Emissionen unproblematisch seien, wenn sie "weggespeichert" werden, die damit verbundenen Risiken und hohen Kosten werden dabei außer Acht gelassen. Dies schwächt Anreize und Spielräume für echte Emissionsreduktionen und konterkarieren das Erreichen der Klimaschutzziele. Damit würde die Wirtschaft nicht nur bei der Müllverbrennung oder Zementherstellung in die fossile Sackgasse gelenkt.

Dazu Sabine Sommer, Landesvorsitzende des BUND Hamburg: „Hamburg braucht keine unterirdische Verpressungspolitik mit hohen Kosten und ebensolchen Risiken, sondern echten Klimaschutz an der Oberfläche: Kreislaufwirtschaft vor der Müllverbrennung, statt erst nach der Verbrennung mit aufwändigst abgeschiedenem CO2. Solar auf Hamburgs Dächern, anstatt fossiler Großprojekte mit CCS als Feigenblatt. Und nicht zuletzt: Den öffentlichen politischen Willen und Fokus dafür!“

Für Rückfragen:

Sabine Sommer, Landesvorsitzende, sabine.sommer(at)bund-hamburg.de, Tel: 0160-79 90 946

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb