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BUND-Landesverband Hamburg

BUND fordert Fangverbot für Aale in der Elbe

30. August 2017 | Elbe, Gewässer, Tideelbe

Der BUND Hamburg sagt „JA“ zum Vorschlag der EU-Kommission, die Fischerei auf Aal in der Ostsee komplett zu verbieten und fordert ein Fangverbot auch für die Nordsee und die Elbe.

Was Wissenschaftler schon lange fordern, könnte nun dank der Gutachten des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) vom EU-Ministerrat ab nächstem Jahr für die Ostsee umgesetzt werden.

Der europäische Aal, der auf seiner Wanderung aus der Sargassosee bis in unsere Süßgewässer viele Tausend Meilen zurücklegt, leidet unter starkem Fangdruck und kann nur durch ein solches Fischereiverbot vom Aussterben geschützt werden.

Dies betrifft jedoch nicht nur die Ostsee. In seinem Lebenszyklus durchwandert der Aal unsere Flüsse, zum Beispiel auch die Elbe, für die inzwischen regelmäßig Managementpläne zum Schutz der Tiere vorgelegt werden müssen. Gewässerbauliche Maßnahmen, um in den Flüssen Durchgängigkeit für die Wanderung der Aale zu schaffen, sind ein Anfang, aber nicht genug. Trotz weiterer Maßnahmen, wie etwa dem Einsatz von Aalen aus französischen Gewässern in die Elbe oder der Anhebung des Schonmaßes auf 50 cm gibt es bisher keine Erfolge.

Die Aalbestände gehen weiter zurück – und das direkt vor unserer Haustür. Da es bisher noch niemand gelungen ist, den Aal zu kultivieren und zu vermehren, müssen wir die wenigen verbleibenden Tiere in ihrem natürlichen Ökosystem schützen.
Daher fordert der BUND Hamburg den Vorschlag der EU Kommission auszuweiten und ein komplettes Fangverbot für alle europäischen Gewässer inklusive der Flüsse zu beschließen – damit der Aal in der Elbe nicht ausstirbt.


Linda Kahl / Referentin TideElbe
linda.kahl(at)bund.net / 040 600 387 28 

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