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BUND-Landesverband Hamburg

Tipps bei Regenwetter für draußen

06. Mai 2020 | Kinder-Umweltgruppen

Es regnet!

Mehrere Tage Regenwetter – da kann Langeweile aufkommen, muss aber nicht sein. Werdet selber kreativ und denkt Euch neue Spiele aus. Wir geben Euch ein paar Ideen mit auf den Weg.

Pfützenspiel

Bei stärkerem oder lang anhaltendem Regen entstehen herrliche Regenpfützen. Und wer meint, Pfütze sei gleich Pfütze irrt. Es gibt kleine und große Pfützen, flache und tiefe, matschige und steinige, ebene und welche mit Untiefen. Sucht verschiedene Pfützen auf und am besten zieht Ihr Euch vorher Gummistiefel und Regensachen an!

  • Hört mal genau hin: flache, kleine Pfützen geben ein anderes Geräusch, wenn man hineintritt, als tiefe, morastige

  • Lasst Wellen und Schlammwolken entstehen

  • Baut einen Verbindungskanal zwischen benachbarten Pfützen

  • Versucht, eine nicht allzu große Pfütze leer zu hüpfen

  • Lasst Blätter, Grashalme und kleine Stöcker als Boote auf den Pfützen fahren.

Eure Spiele können bestimmt herrlich spritzen. Seid so freundlich und nehmt Rücksicht auf Menschen in Eurer Nähe, die nicht nass werden möchten.

Regenwürmer überall

Bei nassem Wetter kann man viele Regenwürmer (Lumbricus terrestris)an der Erdoberfläche sehen. Warum ist das so? 

Lange Zeit vermutete man, dass die Würmer aus ihrer Wohnröhre im Boden fliehen, weil diese vom Regenwasser überflutet wird. Aber Regenwürmer ertrinken glücklicherweise nicht so schnell, also muss es eine andere Erklärung geben.

Wahrscheinlich kriechen die Regenwürmer deshalb ins Freie, weil das Trommeln der Tropfen auf der Erde so ähnlich klingt wie die Grabgeräusche eines Maulwurfs. Und der lebt bekanntlich ebenfalls im Boden und frisst gerne Regenwürmer. Kommen diese an die Oberfläche freuen sich wiederum andere Fressfeinde des Regenwurmes: Rotkehlchen und Drosseln stehen schon bereit, wenn ihnen die Würmer förmlich vor den Schnabel kriechen.

Regentour

Wenn es regnet, sind oft nur wenig andere Menschen unterwegs und es fühlt sich an, als ob man den Park ganz für sich alleine hat. Dort duftet die Luft bei Regenwetter richtig frisch, im Wald sogar würzig. Geht zum Schnuppern einmal dicht an die Bäume heran und riecht an den Blättern und nahe am Boden. Wenn Du als Regendetektiv*in unterwegs bist, kannst Du folgende Punkte überprüfen:

  • Tropft der Regen von den verschiedenen Blatt- und Nadelformen immer gleich ab?

  • Findest Du einen Baum, bei dem der Regen über den Stamm bis zum Boden herunterfließt?

  • Schau Dich einmal gründlich um: entdeckst Du noch einen trockenen Platz, vielleicht unter eine tief beasteten Fichte?

  • Schau vorsichtig an der Unterseite von Blättern und in Blüten nach Insekten. Sie verkriechen sich gerne an geschützte Stellen, da für manch kleines Insekt ein einziger Regentropfen eine große Bedrohung darstellen kann.

  • Wie nass ist die Erde wirklich? Wenn der Boden vor dem Regen ausgetrocknet war, braucht es eine Menge Wasser, bis es in tiefere Schichten vordringen kann. Dazu sind oftmals mehrere Regentage hintereinander nötig. Bohre mit einem Finger in den Boden und siehe nach, wie tief das Regenwasser gekommen ist. Das erkennst Du an der dunkleren Bodenfarbe im Gegensatz zur helleren trockenen Erde.

  • Geh auf die Suche nach einem ordentlichen Gurgelgeräusch, dass das Wasser verursacht, wenn es in einen Gully fließt. 

Blüten als Wetterboten

Die Große Sternmiere (Stellaria holostea) blüht im Frühling. Wenn das Wetter trocken ist, entfaltet sie morgens ihre Blüten, ist und bleibt es feucht, lässt sie die Blüten geschlossen. Ebenso sind auch das allseits bekannte Gänseblümchen (Bellis perennis)und die Gänsedistel (Sonchus oleraceus), die in Gärten und an Wegrändern wächst, gute Wetterfeen: wenn die Diestel ihren grünen Blätterkranz über der Blüte schließt, gibt es Regen, sind ihre Hüllblätter offen, bleibt das Wetter trocken. Viele Pflanzen reagieren so bei Regen, um ihre feinen Pollen vor der Nässe zu schützen. Bei Regenwetter fliegen außerdem nur wenige Insekten, die die Pollen abtransportieren und dabei die Blüten bestäuben. Also, lieber auf trockenes Wetter warten, damit die Bestäubung auch klappt.

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