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BUND-Landesverband Hamburg

Tipps bei Regenwetter für Zuhause

06. Mai 2020 | Kinder-Umweltgruppen

Es regnet!

Mehrere Tage Regenwetter – da kann Langeweile aufkommen, muss aber nicht sein. Werdet selber kreativ und denkt Euch neue Spiele aus. Wir geben Euch ein paar Ideen mit auf den Weg.

Geräusche-Memory basteln

Je nachdem wie stark der Regen fällt, macht er leise oder laute Geräusche. Öffnet bei Regen Euer Fenster und hört dem Regen zu. Schließt dabei die Augen und versucht herauszufinden, auf welche Oberfläche der Regen in Eurer Nähe fällt. Ein ebenso feines Gehör braucht Ihr auch beim Geräusche-Memory. Das geht so:

  1. Sammelt verschiedene Naturmaterialien, wie Sand, feinen Kies, kleine Zweigstücke. Ihr könnt aber auch Reis, Linsen, Wasser, Mehl, Zucker nehmen - alles Sachen, die Ihr in der Küche findet. Jede Zutat füllt Ihr in gleicher Abmessung (z.B. einen Teelöffel) inzweiFilmdosen oder Ü-Eier-Verpackungen. Wichtig ist, dass alle Gefäße gleich groß sind und gleich aussehen. 

  2. Testet einmal die gefüllten Dosen mit gleichem Inhalt, ob sie sich beim Schütteln gleich anhören. Sonst müsst Ihr die Füllmenge anpassen. 

  3. Stellt vier oder mehr Geräusche-Dosen-Paare für das Memory-Spiel her. Es ist wichtig, dass sich die Geräusche der Dosenpaare unterscheiden.

  4. Mischt nun die Dosen und findet die Paare. Hören sich zwei beim Schütteln gleich an, dürft Ihr das Paar aus dem Spiel herausnehmen. Wenn alle Paare gefunden sind, überprüft die Inhalte, indem Ihr die Deckel der Dosen vorsichtig öffnet.

Wassermusik

Draußen plätschert der Regen, drinnen macht Ihr Wassermusik. Ihr braucht mehrere Gläser gleicher Größe oder Glasflaschen (am besten 0,75 Liter-Flaschen). Diese füllt Ihr mit unterschiedlich viel Wasser und schlagt vorsichtig mit einem Metallstab oder Kochlöffel gegen die Gefäße. Je mehr Wasser in Glas oder Flasche ist, desto tiefer der Ton!

Ihr könnt sogar eine Tonabfolge erstellen. Entweder Ihr tüftelt solange mit den Wassermengen herum bis sich eine Tonleiter ergibt oder Ihr geht systematisch vor. Die erste Flasche füllt Ihr bis oben hin mit Wasser, die nächsten Flaschen mit 670 ml, 550 ml, 450 ml, 390 ml, 340 ml, 265ml, 210 ml und 160 ml Wasser. Die letzte Flasche bleibt leer. Nun könnt Ihr mit ein wenig Übung Kinderlieder ausprobieren: „Der Mond ist aufgegangen“ oder „Kuckuck, Kuckuck, ruft´ s aus dem Wald“ sind gute Wassermusik-Stücke.

Erbsen-Geklacker

Ohne Wasser kann kein Pflanzenleben starten. Der trockene Samen muss durch Feuchtigkeit erst einmal quellen, bevor sich der Keimling entfalten kann.

Ein Experiment zeigt Euch, wie das geht: Stellt ein kleineres Glas (0,2) oder ein Weinglas auf einen Metalldeckel, z.B. von einer Keksdose. Füllt nun das Glas mit getrockneten Erben und anschließend randvoll mit Wasser. Nun müsst Ihr warten, ungefähr 2-3 Stunden lang. Wenn die Erbsen aus dem Glas „hüpfen“ und auf den Metalldeckel fallen, hört Ihr es am Geklacker.

Die Erbsen könnt Ihr anschließend aussäen oder für eine Erbsensuppe verwenden.

Regenmesser bauen

Den ganzen Tag hat es geregnet. Die Fingerprobe im Boden zeigt, dass nur die obersten Zentimeter durchfeuchtet sind. Das reicht den Bäumen nicht zum Überleben, sie brauchen viele Regentage im Jahr. Wer genau wissen möchte, wie viel Niederschlag vom Himmel kommt, kann dies mit einem Regenmesser herausfinden. Wir zeigen Euch, wie Ihr so ein Gerät selber bauen könnt. Bevor Ihr startet, lest Euch die Anleitung erst einmal durch.

  1. Schneide mit der Schere das obere Drittel einer Plastikflasche ab. Wenn das Material der Flasche zu fest ist, bitte einen Erwachsenen dies mit einem Cutter zu tun. Sollte die Flasche in der Mitte eine schmalere Stelle besitzen, musst du diese rausschneiden!

  2. Damit Dein Regenmesser bei Wind nicht so schnell umkippt, kannst Du den unteren Flaschenteil mit einigen (Kiesel-)Steinen (ca. 3-4 cm groß) befüllen.

  3. Nimm dein Lineal zu Hilfe und zeichne nun auf den unteren Flaschenteil sorgfältig eine Skala mit Zentimetern und Millimetern. Diese Skala soll also der auf dem Lineal gegebenen entsprechen! Der Beginn der Skala muss oberhalb der Steine liegen!!! Nutze unbedingt einen wasserfesten Stift, der eine feine Spitze hat. 

  4. Nun setze den oberen Teil der Flasche, den du zu Beginn der Arbeit abgeschnitten hast, verkehrt herum auf den unteren Flaschenteil. Du erhältst einen Trichter, so dass der Regen besser aufgefangen wird.

  5. Fülle Deinen Regenmesser bis zu der untersten Markierung mit Wasser. Die Steine müssen vollständig vom Wasser bedeckt sein!

  6. Deinen fertigen Regenmesser stelle an eine windgeschützte Stelle unter freiem Himmel auf, das kann auch auf dem Balkon sein. An Regentagen wirst du nun die Wasserstandänderung in deiner Flasche ablesen können! Sorge immer dafür, dass nach einer Messung der Wasserstand bei der untersten Markierung steht! 

  7. Wie geht das Ablesen? Du liest die Regenmenge in Millimetern (mm) auf Deiner Skala ab. Die Meterologen geben den Niederschlag in Litern (l) pro Quadratmetern (m²) an. Eine Wasserstandänderung von 1 mm in Deinem Regenmesser entspricht einer Niederschlagsmenge von 1l pro m². 

Wenn Du jeden Tag Deinen Regenmesser abliest und die Daten in einem Buch notierst, kannst Du sie pro Monat und Jahr mit den Daten vom Wetterkontor vergleichen:

https://www.wetterkontor.de/de/wetter/deutschland/monatswerte-station.asp?id=10147

 

 

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